Ein altmodisches Tuch

Wobei mein erster Gedanke nicht altmodisch sondern “omahaft” war. Rolling on the floor laughing  Wie komme ich denn darauf? Das Tuch sieht aus wie viele andere von mir auch: Halbkreis (ok, es ist mehr – ein Halbkreis hätte vier Segmente und hier sind es fünf), Lochmuster, Häkelborte. Aber: die Farbe! Surprised smile Wollweiß! Das finde ich sehr “omalike”. Confused smile

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Nun bin ich natürlich keine junge Frau mehr, ein bisschen mehr “Oma” passt vielleicht sogar zu mir? Thinking smile Und vor allem: warum stricke ich ein Tuch aus wollweißem Garn, wenn ich es nicht mag? Oh, ich mag es! Das “altmodische”  fiel mir erst beim fertigen Tuch auf. Und so etwas liegt natürlich immer im Auge des Betrachters – der Betrachterin. Man kann so helle Tücher vielleicht auch “elegant” nennen. Winking smile  Das passt schon gar nicht zu mir. Notfalls kann ich das Tuch natürlich färben, aber vielleicht gewöhne ich mich ja daran. Laughing out loud

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Verarbeitet habe ich ein handgesponnenes Alpakagarn (LL 360 m/100 g vom Wollspatz), das mir auf einem Markt gefiel und dann lange Zeit in meinem Vorrat lag. Im vergangenen Juni überlegte ich mir ein Design für dieses Garn. Ein Tuch, größer als ein Halbkreis, in Segmenten gestrickt und mit Lochmustern wollte ich. Die Zunahmen kann man natürlich auch anders verteilen und damit aus weniger oder mehr Abschnitten einen Halbkreis stricken – oder sogar nach Pi-Shawl-Prinzip, was ich schon öfter machte….. Aber dieses Mal sollte es eben nicht nach Pi sein, sondern in Abschnitten – eben weil ich das sonst anders stricke. Laughing out loud

Eine Anleitung hatte ich nicht, brauchte ich aber auch nicht. In diversen Publikationen finde ich alles, was ich benötige: Formen und Muster (= ein hochinteressantes pdf von Elizabeth Lovick, ich besitze auch zwei sehr gute Bücher von ihr). Kombinieren kann man dann mit Kästchenpapier und Stift selber. Smile  Jemand bemerkte, dass man dazu Geduld und Nerven braucht. Dem kann ich nur zustimmen. Ich hatte auch eine Phase, in der ich festhing und nicht wusste, wie es weiter geht. Aber ich stand nicht unter Zeitdruck und konnte ganz in Ruhe abwarten, bis die Muse sich wieder blicken ließ. Winking smile

Die ganzen 100 g verstrickte ich – und natürlich war die Küchenwaage zum Schluss eine große Hilfe! Tatsächlich blieb nach dem abketten (bzw. abhäkeln) ein Fadenende von einem Meter übrig. Punktlandung! Rolling on the floor laughing Die Häkelborte ist auch aus Wollspatzgarn, einem Wolle-Seide-Mix, mit dem ich aber nicht so zufrieden bin, weil es viele nähgarndünne Stellen enthält. Vielleicht verzwirne ich es noch, denn diese Garne sind alle Singles – also einfache, unverzwirnte Fäden.

Und so sieht es von hinten aus, wenn ich mir die Tuchenden eng um den Hals binde, weil es so kalt ist. Smile

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