Die Spindel dreht sich fleißig

und so wird nach einiger Zeit ein Garn fertig. Die ersten hundert Gramm dieses Kammzuges zeigte ich euch im August: klick. Dann orderte ich noch 300 Gramm nach und verspann die im Lauf der Wochen und Monate. Natürlich verzwirnte ich sie auch. Und wickelte sie zu Strängen. Die gewaschen wurden und danach trocknen durften. Und dann wurden sie wieder zu Knäulen gewickelt. Das alles dauert seine Zeit. Währenddessen überlegte ich schon, was ich aus dem entstandenen Garn stricken möchte. Aber ich bin noch zu keinem endgültigen Ergebnis gekommen.

Die wpi des Garnes – das ist die Stärke, Dicke des Fadens – war mit dem selbst gebastelten Tool schnell ermittelt. Erschien mir aber zu ungenau. Also ging ich bei einem der kleinen Knäule sorgfältiger vor. Der Strang auf der Haspel vor dem wickeln wurde vermessen und das Knäuel dann gewogen und berechnet. Mein Garn ist „chunky“ oder „bulky“ bei etwa 110 Metern Lauflänge pro 100 Gramm. Nun kann ich auf Ravelry nach Anleitungen für genau diese Garnstärke suchen.

Vermutlich reicht die Garnmenge für einen Bolero, eine Weste oder einen Pullunder (den nennt man jetzt Slip-over). Natürlich wäre auch ein Tuch oder eine Mütze, ein Schal oder Pulswärmer möglich. Im Moment bin ich aber eher am herstellen von Kleidung. Schließlich ist der Schrank mit den Accessoires schon gut gefüllt.

Ganz bewusst arbeitete ich nur an diesem Garn, nichts anderes kam auf die Spindeln. Dadurch erhoffte ich mir ein gleichmäßigeres Ergebnis. Soweit mir das möglich ist. Denn das Garn hat durchaus dicke und dünne Stellen. Das ist auch in Ordnung, wird aber irgendwann hoffentlich noch besser. Jetzt sind immerhin alle Knäule dick und flauschig – also es ist kein extrem feiner Faden dazwischen. So war ich die ganze Zeit relativ konsistent an der Spindel.

Das hier bleibt: solange der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine andauert, verweise ich für Spendenwillige auf die “Aktion Deutschland hilft”: klick

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