Schon wieder

….  Handwärmer! Aber ich stricke die doch sooo gerne! Und jetzt ist die Jahreszeit, in der ich sowohl im Haus als auch außerhalb immer ein Paar Pulswärmer in Reichweite brauche. Am Esstisch liegt ein Paar, auf dem Schreibtisch auch, selbst mein Nachttischchen beherbergt flauschige Wärmer (lesen im Bett mit kalten Fingern?). Dazu kommen die vielen Paare, die passend zu Tüchern und anderen Halswärmern gestrickt wurden – also aus purer Notwendigkeit.

Und ich kann die Teile auch verschenken. Das werde ich mit diesen hier machen. Die schöne warme Wolle kaufte ich vor zwei Jahren auf einem Kunsthandwerkermarkt. Sie sollte eigentlich filzen, tat das aber nicht. Der Plan sah ursprünglich nämlich ein kleines gefilztes Täschchen vor. Tja, und weil der Plan nicht aufging, lag das Knäuel und wartete auf ein Projekt. Die Banderole hat sich vor mir versteckt, aber es ist reine Wolle und relativ dick (ca. 200 m/100 g).

Eine Zeitlang beherrschte ich mich ja und meinte, ich dürfe keine Handwärmer mehr stricken, weil ich ausreichend Paare besitze. Das ist natürlich Unsinn – also nicht das mit dem ausreichend , sondern dass ich mein Hobby nicht so ausleben darf, wie ich will. Und wenn ich hundert Paar Wärmer habe – was solls? Eh, davon bin ich aber noch weit entfernt!!

Von dieser Art – vom Daumen her gestrickt – produzierte ich zu Jahresbeginn schon drei: hier, hier und hier. Die Anleitung ist aus dem Buch “Japanische Handschuhe stricken” von Bernd Kestler.

 

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Feste Handcreme

Creme am Stück, Lotionstick oder wie immer man diesen “Fettklops” nennen möchte – denn das ist es: ein Stück Fett. Wobei es eine Mischung aus Wachs und Fett ist. Meine übliche Körperbutter besteht ja fast nur aus Shea- und Kakaobutter, aber mir war nach Bienenwachs. Und ohne Lanolin geht ja gar nichts mehr. Mangobutter ist auch noch im Haus und so kam eins zum anderen und das Ergebnis sieht so aus:

 Feste Körper- oder Handpflege

(100 % – mein Stück aus einer Silikonmuffinform wiegt 50 g, also von allem die Hälfte in Gramm):

  • 40 Kakaobutter
  • 20 Bienenwachs
  • 10 Sheabutter
  • 10 Mangobutter
  • 10 Kokosöl
  • 10 Wollwachs
  • Duft nach Wahl, hier Benzoe Siam Resinoid

Ich habe alles (ohne Duft) im Wasserbad erwärmt bis es flüssig war, dann beduftet, in die Form gefüllt und zum aushärten in den TK gestellt. Mein Benzoe ist pur und setzte sich teilweise am Boden der Form ab, das sind die Fleckchen auf der Oberfläche.

Dieses Stück nutze ich nur als Handpflege zwischendurch. Das funktioniert auch auf trockener Haut ganz gut. Wer so eine Bodybutter nach der Dusche für den ganzen Körper nehmen möchte, sollte unbedingt aufs abtrocknen verzichten und mit dem Lotionstück über die feuchte Haut gehen. Mir ist dafür zuviel Wachs enthalten, das mag ich am Körper nicht so sehr.


Und wir haben ganz viele Edelkastanienbäume (Link zu Wikipedia) gesehen! Die Maronen sind noch nicht reif, die sehr stacheligen Hüllen sind noch grün:

 

 Die Bäume stehen in einem Park, das Gelände wurde vor über 15 Jahren zu einer Landesgartenschau gestaltet. Dahin zieht es mich dann im Frühjahr und Sommer sicher öfter, denn einige Beete sind immer noch sehr schön bepflanzt und gepflegt.

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Der Herbst

ist nun mit Macht herangekommen. Und er macht seinem Ruf als graue, kalte Jahreszeit alle Ehre. Sachte, aber ausdauernd, fällt der Regen. Je nun – die Natur braucht das Wasser und so versickert es langsam im Boden.

Manchmal allerdings bleibt es für ein paar Stunden trocken und wenn man schnell ist, kann man sogar einen schönen Spaziergang machen. Die Sonne versuchte vergeblich, sich durch die Wolken zu kämpfen. Daher sind die Blattfarben eher matt. Aber so ist nunmal der Herbst.

An einer kleinen Straße stehen viele schöne Bäume deren Blätter sich langsam gelb und rot färben. Vielleicht kommen wir an einem sonnigen Tag noch einmal hier vorbei.

Zum Riesenbärenklau (Link zu Wikipedia) muss mir nichts gesagt werden. Viele Jahre habe ich gegen dieses Kraut im Garten angekämpft. Ich habe es besiegt! Aber hier draußen – niemand kümmert sich und in wenigen Jahren wird an diesem Bachlauf vieles überwuchert sein. Wie schade….

Trotzdem finde ich die riesigen Fruchtstände faszinierend schön. Einen nahm ich mit nach Hause, aber natürlich achtete ich sorgfältig darauf, dass kein Samen mehr daran war!

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Feine Creme

habe ich mir gerührt. Jetzt im feucht-kühlen Herbst braucht und verträgt meine Gesichtshaut wieder “richtige” Creme. Im Sommer geht nur eine leichte Lotion ohne Emulgator, bzw. mit etwas Lysolecithin.

Aber nun durfte ich endlich wieder für mich rühren! Naja, Handcreme mache ich mir regelmäßig, aber die ist ja sehr speziell und immer ähnlich, also irgendwie ein bisschen langweilig.

Ich benutze nur sehr wenige Wirkstoffe. Glyzerin gebe ich in fast jede Creme, aber ansonsten reicht mir die Kraft der Öle und Kräuter. Winking smile

 Meine Pflegecreme mit 25 % Fettgehalt

100 % (für 50 g also von allem die Hälfte nehmen)

  • 62 Wasser/Hydrolat   erhitzen
  • 5 Montanov 68 mit
  • 12 Öl (hier: Kräuteröl, Avocadoöl) und
  • 8 Fett (hier: 3 Shea nilotica, 3 Wollwachs, 2 Mangobutter)
  • ebenfalls erhitzen. Nebenher
  • 3 Glyzerin
  • 10 Weingeist (hier: Kräutertinktur)
  • 1 Msp. Cosphaderm
  • 2 Msp Hyaluronsäure zusammen rühren.
  • pro 10 g Creme 1 Tr. ÄÖ oder weniger (hier Fenchel)

Wenn das Fett klar aufgeschmolzen und das Wasser heiß ist wird das Wasser zur Fettphase gegossen und hochtourig (Stabmixer) gerührt. Nach ca. 2 min dann per Hand weiter rühren. Bei Handwärme die Konservierung etc. zufügen, nochmal aufmixen, evtl. beduften (ÄÖe sind gleichzeitig Wirkstoffe ) und abfüllen.

Meine Haut ist das, was “reif” genannt wird. Aber ziemlich unproblematisch. Nicht besonders trocken oder empfindlich, so dass ich ziemlich frei in der Auswahl meiner Rohstoffe bin.

Und ja: ich mag und nutze “richtige” Cremes. Mit etwas Hygiene ist mir das möglich. Also nicht mit den Fingern in den Cremetopf langen, nur 4 – 6 Wochen haltbar usw. Für mich ist das so in Ordnung, andere bevorzugen leichtere Texturen in Spendern. Es muss jede*r für sich selber heraus finden, was passt.

Achje, im Text vergessen: alles desinfizieren vor Gebrauch muss man natürlich auch! Ich gebe hier aber eh keine Anleitung für Anfänger, sondern erzähle einfach, was ich so für mich herstelle.


Außerdem habe ich ein wenig mit Mohnkapseln gespielt. Ein richtiges Fotoset aufgebaut. Und dann viel ausprobiert. Diverse Einstellungen an der Kamera, frei Hand und mit Stativ (ja, das war viiiel besser) und hier ein vorzeigbares Ergebnis:

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Fliegenpilze

Es hat geregnet – und es regnet schon wieder – das war sehr gut für die kleinen herbstlichen Freuden: Fliegenpilze!

An einem regenfreien Tag, feuchtkalt war es im Wald, suchte ich Fliegenpilze oder sagen wir doch: fand ich Fliegenpilze!

Dieser leuchtete rot aus der Ferne durch den Wald, wie ein kleiner Ball.

Und hier sehen wir, wer die Löcher in die Fliegenpilzkappen knabbert: Schnecken! Wollen sie zum Blocksberg fliegen?

Und ein letzter Fliegenpilz – die Bilderausbeute war erfreulich groß :

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