Nun kann ich wieder buegeln

…. denn die Kartons  mit der Weihnachtsdeko stehen nicht mehr vor dem Bügelbrett. Smile

Nicht dass ich oft oder gerne bügele! Aber wenn ich eine Kleinigkeit nähe, dann gehört bügeln dazu. Auch ich habe nämlich irgendwann eingesehen, dass es sich viel einfacher steckt und näht, wenn alles schön glatt gebügelt wird. Winking smile

Für ein kleines Strickzeug wollte ich ein Utensilo haben – nun besitze ich zwar schon einige, aber die sind meistens ziemlich hoch und hierfür wollte ich etwas niedriges.

Da lag noch eine alte Jeans und ausgediente Krawatten sind auch vorhanden. Fein, denn Jeans brauche ich nicht zu verstärken (der Stoff ist für meine Zwecke fest genug) und eine Borte obenrum sieht immer gut aus.

Nun war ich am grübeln: wie bekomme ich das hin? Der Blick in ein amerikanisches Nähbuch (Sewing in a Straight Line von Brett Bara) half mir sehr. Jaha, ich habe nicht nur Strick- und Häkelbücher auf englisch, sondern auch ein Nähbuch! Open-mouthed smile

Lange Vorrede, hier das Ergebnis:


januarutensilo

Das Wollknäuel – mit Glitzer! – wird übrigens in Pulswärmer verwandelt, die sehr raffiniert konstruiert sind.

So ganz zufrieden bin ich mit dem Utensilo nicht – das Binding (der Krawattenrand) hätte ich wohl besser weiter unten mit einem Zierstich angenäht. Aber so lerne ich halt dazu. Und ich habe hier zum ersten Mal bei einem Utensilo die Ecken ausgeschnitten und dann genäht. Bisher nähte ich sie ab und schnitt dann. Das Ergebnis ist dasselbe, der Weg dahin nur ein wenig anders. Smile


Veröffentlicht unter Nähen | Verschlagwortet mit , | Schreib einen Kommentar

Eine neue Mütze

… strickte ich mir.  Es ist nun nicht so, dass ich inzwischen gerne Mützen trage. Aber wenn es so richtig kalt ist, dann wärmt eine Mütze halt doch besser als ein Stirnband. Und die Kapuze schränkt mein Sichtfeld ein, die setze ich daher nur bei (leichtem) Regen auf.

Wie ja inzwischen bekannt ist, stricke ich sehr locker. Und dabei kommt es nicht auf die Nadelstärke an, denn ich stricke weit unten auf der Nadel.

Und weil ich keine Maschenproben mehr mache – solche kleinen Teile stricke ich scheinbar fester – werde ich Mützen nicht vom Bündchen aus nach oben stricken.

 

januarmütze1

 

So bleiben dann zwei Möglichkeiten: von oben her (wie hier) oder seitlich. Davon gibts dann auch mehrere Varianten, ich entschied mich für die einfachste: ein schräg gestricktes äh, Rechteck ist es dann keines, sondern ein Parallelogramm.

Also einen breiten Streifen (Kopfhöhe plus Umschlag – bei mir 70 Maschen) in folgender Weise gearbeitet:

  • HR: 1 re, 1 U, re bis zur letzten M, li abh
  • RR: 1 re, ssk, re bis zum U, den re verschr, letzte M li abh

Jaja, immer die kryptischen Kürzel… In love. Als das Strickstück dann um meinen Kopf passte, kettete ich ab und nähte Anschlag- und Abkettrand zusammen. Eleganter (und unauffälliger) ist es natürlich, wenn man provisorisch anschlägt und dann die Naht mit dem Maschenstich macht.

Naja, ich überhäkelte die am Umschlag sichtbare Naht – was man nicht verbergen kann, muss man betonen. Winking smile Und da ich ja eh den Rand mit einer kleinen Häkelborte versah, war da auch kein neuer Faden zu vernähen.

 

januarmütze3

 

Oben wird die entstandene Röhre natürlich auch zusammen genäht. Entweder alle Randmaschen zusammen ziehen oder eine flache Naht, deren Anfang und Ende dann zur Mitte gezogen werden – so machte ich das.

 

januarmütze2

 

Schöne Tragefotos habe ich nicht, weil es noch nicht kalt genug für die Mütze war. Smile 

Und meine Aufnahmen im Zimmer sind furchtbar geworden. Confused smile Trotzdem bin ich mal mutig genug, ein gründlich bearbeitetes Bildchen zu zeigen.

 

januarmütze4

 

Gestrickt aus Wollmeise Pure, 100 % Wolle,  LL 528 m/150 g, doppelt genommen. Häkelborte einfädig.

Veröffentlicht unter Stricken | Verschlagwortet mit | 2 Kommentare

Frühlingswetter…

… lockte vor die Tür. Ehe doch noch der Winter über uns hereinschneit (man mag ja kaum mehr daran glauben – aber wer weiß, wer weiß), will ich diese Bildchen noch schnell zeigen.

Selfie, unbeabsichtigt. Open-mouthed smile


januarblauerhimmel


Die Waldrebe wuchert hier reichlich. Auch im Hagebuttenstrauch, die leuchteten so wunderbar in der Sonne!


januarwaldrebe


Tja, und dann fand ich neben dem Weg einige Tierknochen. Eine Wiese mit Birken war das und ich war auf der Suche nach einem schönen Birkenzweig (dafür hätte ich aber eine Astschere gebraucht). Erst nur einzelne Knochen, dann mehr. Ich habe längst nicht alle geknipst.  Da in der Nähe sind Jäger unterwegs, es steht ein Salzstein dort….


januarknochen


Aber damit will ich heute nicht schließen, sondern mit dem Abendhimmel einige Tage vorher.


januarabendhimmel2

 

Wir kamen nach einem langen Spaziergang wieder zum Parkplatz und dieser Anblick erfreute uns:


januarabendhimmel

Veröffentlicht unter Unterwegs | Verschlagwortet mit | Schreib einen Kommentar

Schon wieder ein Stirnband gestrickt

Ich kann es nicht lassen…. Schnelle kleine Projekte machen Spaß! Und natürlich sind Stirnbänder sehr nützlich! Die Frage: wieviele Stirnbänder braucht ein Mensch? stelle ich mir lieber nicht. Who me?

Also da lag noch ein Restknäuel der wunderbaren Amitola – so herrliche, lange Farbverläufe! So ein schönes Material! Und ich las etwas über eine andere Art, eine Knotennaht zu setzen. Das musste ich unbedingt ausprobieren.

Das Ergebnis:


januarstirnband

Der Knoten gefällt mir gut, das merke ich mir mal. Der lange Farbverlauf geht eigentlich hin zu grau und dann erst wieder über rosa zu beere. Beim stricken wurde mir aber klar, dass ich mit hellgrau enden würde. Das wollte ich nicht, also beherzt einen ordentlichen Teil heraus getrennt. Kam perfekt hin!

Das nähen ist schwer zu beschreiben, aber ich versuche es. Dies hier ist ein Schlauch, da ich es gerne mag, wenn meine locker gestrickten Teile doppelt über den Ohren liegen. Die Enden nähte ich flach zusammen, so dass ein Band entstand. Dann nähte ich an einem Ende (nennen wir es A, das andere ist dann B) den Anfang und das Ende der Naht zusammen: eine Öse, Schlaufe, Öffnung ergab das. Dadurch zog ich ein Stück der Naht B und konnte auch dort Anfang und Ende der Naht zusammen nähen.

Tja… ich weiß nicht, ob das jetzt verständlich ist, aber ich lasse es mal so stehen. Notfalls – wenn es jemand genau wissen möchte – könnte ich mit Papier oder Stoff ein Tutorial fotografieren.

Garn: Amitola von Louisa Harding Yarns; 80 % Wolle, 20 % Seide, LL 250 m/50 g. Das ist ein Singlegarn, also nicht verzwirnt. Dieses Garn habe ich schon einige Male verstrickt. Und aus diesem Knäuel und diesem Farbverlauf auch schon ein Stirnband. Klick hier. Das ist aber breiter und in garnfressendem Patent gestrickt, daher konnte ich dort den ganzen Verlauf von beere über rosa, creme zu grau und wieder zurück verarbeiten.




Veröffentlicht unter Stricken | Verschlagwortet mit | 2 Kommentare

Winterglühwein

Die Weihnachtszeit ist nun endgültig vorbei, der Tannenbaum steht abgeschmückt vor der Tür und alle Festdeko ist wieder verräumt.

Den Duft nach Glühwein mit Zimt und Orange hat man nun schon so lange in der Nase gehabt, dass eine Abwechslung willkommen ist. Denn es folgen bestimmt noch kalte Tage, an denen ein heißer Wein den durchfrorenen Körper aufwärmen darf. Und dazu nehme ich dann Weißwein und würze ihn mit Rosmarin und Cranberrys.

Schon vor drei Jahren kochte ich einen Cranberry-Rosmarin-Sirup und nun erinnerte ich mich daran und wiederholte die Prozedur. Dieses Mal probierte ich es mit frischem Rosmarin. Aber mit getrocknetem geht es genauso gut und man braucht natürlich weniger.

Cranberry-Rosmarin-Sirup

  • 150 g Zucker
  • 150 g Wasser
  • 70 g Cranberrys (frisch)
  • Rosmarin: 3 Zweige frischen oder 1 EL getrockneten

Von den Zweigen nahm ich nur die Nadeln, die Cranberrys teilte ich mit einem Messer, gab alles zusammen in einen hitzefesten Glasmessbecher und kochte es in der Mikrowelle auf. Geht in einem Topf natürlich auch, aber ich nutze sehr gerne die schnelle Welle.

Über Nacht ließ ich alles abgedeckt ruhen, kochte alles am folgenden Tag nochmals auf, goss den Sirup durch ein Sieb und drückte die Beeren vorsichtig aus – fertig. Wer den Sirup haltbar machen will, muss ihn erst absieben und dann aufkochen, sofort in Flaschen füllen und verschließen. Wie beim Marmelade kochen. Smile


januarsirup


Hier habe ich 2 Teelöffel Sirup in einem Punschglas mit Traubensaft. Ja, es gibt keinen Wein im Januar. Winking smile  Je nachdem in welcher Filterblase im Netz man sich befindet, hat man schon vom “dry January” gelesen – oder eben nicht. Das ist eine simple Sache: nach all den z.T. doch alkoholreichen Festtagen legt man einen trockenen Januar ein. Vier Wochen keinen Alk, das ist auch mal ein Test, ob man schon eine Gewohnheit aus dem Konsum entwickelt hat…. Falls man so etwas wissen möchte. Rolling on the floor laughing

Ich bin eigentlich kein Fan von Sirup, weil ich nur selten gesüßte Getränke mag. Aber hin und wieder finde ich doch Gefallen daran. Holundersirup im Sommer ist sehr fein und jetzt habe ich eben auch einen Wintersirup.

Veröffentlicht unter Küche | Verschlagwortet mit | Schreib einen Kommentar