Kreativprojekt Nummer Fuenf

Ein Jahr lang zeige ich jeden Donnerstag ein Kreativprojekt – mal gemixt, mal gekocht, mal gestrickt und noch viel mehr. Ende ist im November 2019.

Heute wieder etwas Leckeres aus der Küche – wir mischen einen orientalischen Würzzucker.

Zutaten:

  • 100 g Zucker (oder eine Alternative)
  • 1 TL Kakaopulver
  • 1 TL Kardamom, gemahlen
  • 1/2 TL Zimt, Ceylon, gemahlen
  • 1/4 TL Vanille, gemahlen

In Teelöffeln, ohne Grammangaben, weil meine Küchenwaage die Gewürze nicht wiegt und ich nicht zur Feinwaage greifen wollte. Aber es kommt nicht auf ganz genaue Mengen an, denn das ist ja auch eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Statt Zucker ist jede Art kristalliner Süße möglich. Kokosblütenzucker bringt schon Eigengeschmack mit, das muss man mögen. Die Austauschstoffe Xylit und Erythrit sind neutral, aber nicht jede*r verträgt sie gut. Kostbare Vanille kann durch Tonkabohne ersetzt oder ganz weggelassen werden. Sie gibt dem Gewürz einen noch wärmeren, tiefen Charakter. Zum würzen nehme ich immer Ceylonzimt. Den Cassiazimt finde ich in Gewürztees besser aufgehoben. Aber da hat natürlich jede*r die freie Wahl und man bekommt die Ceylonsorte auch nicht immer und überall. Gemahlener Kardamom ist meistens aus den ganzen Samen inkl. der grünen Schalen. Manchmal findet man auch gemahlene reine Kardamomsaat. Ich mag beides sehr gerne. Der dunkle Kakao zum backen, also ohne Zucker, ist richtig.

 

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Zubereitung:

Das ist ganz einfach: alles in ein sauberes Marmeladenglas geben, Deckel drauf und schütteln bis alles gut vermischt ist. Dann evtl. in ein hübsches Glas umfüllen und auf jeden Fall beschriften.

Dieser Zucker ist in vielen Süßspeisen lecker! Pudding, Joghurt, Quark und Mascarpone oder Marmelade werden so köstlich aromatisiert. Natürlich kann man auch Getränke damit verfeinern. Tee, Kaffee, Glühwein und Punsch (gerne alkoholfrei) erhalten eine wunderbar würzige Note. Mein Favorit ist aber schlichte Quarkcreme (Magerquark mit Joghurt cremig gerührt) zart gesüßt mit diesem Zucker und gekrönt von meinem Knuspermüsli als Topping.

Ich wünsche euch einen wunderbaren Nikolaustag!

 

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Herbstwald

… das bedeutet geheimnisvolle Pilze und raschelndes Laub und leuchtende Beeren.

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Und manchmal sieht man auch Tiere: Wildschweine, Spechte, Ziegen – Moment mal: Ziegen?! Ja, in einem Waldstück begegnet uns manchmal eine Ziege in Begleitung von Mensch und Hund. Open-mouthed smile Sie ist wohl schon eine alte Dame, aber noch ganz gut zu Fuß Hufe.


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Die Ziege ist uns in den letzten Monaten genauso oft – oder selten – begegnet wie Wildschweine: dreimal. Rolling on the floor laughing Und während wir uns über die Gehörnte immer freuen, sind wir auf Wildschweinsichtungen nicht erpicht. Ich habe großen Respekt vor diesen Tieren! Und wenn wir alte Forstwege nutzen, also abseits der ausgeschilderten Wanderwege unterwegs sind, gehen wir nicht leise, sondern lassen Zweige knacken und Laub rascheln und reden auch. Wir wollen ja niemanden überraschen, sondern den Borstentieren ausreichend Zeit und Gelegenheit zum Rückzug geben. Da oben auf dem Bild, das war eine Bache mit fünf  halbwüchsigen Frischlingen. Die flitzten alle flink über den Weg, so dass keine “schönen” Bilder möglich waren.

Und zum Abschluss noch ein “still ruht der See”-Bild. Grauer Winterhimmel, kahle Bäume….

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Der Haekelhaken

… wird hier auch immer wieder geschwungen. Wobei ich sonst immer von einer Häkelnadel rede, aber Haken passt ja auch sehr gut und ist in vielen Sprachen üblich.


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Das Garn liegt schon länger und ich probierte im Lauf der Jahre verschiedene Muster damit aus. Erst wollte ich stricken, aber mit dem dünnen, glatten Faden war das für mich nicht so angenehm. Nach einigen Versuchen entschloss ich mich als zu häkeln… Aber auch hier war die Mustersuche sehr schwierig. Das ist allerdings ziemlich normal bei mir.  Rolling on the floor laughing  

Dazu kommt, dass man beim häkeln wesentlich mehr Material verbraucht als beim stricken. Kann ich aus 400 m feinem Garn einen langen Schal stricken, so wird er viel kürzer, wenn die Häkelnadel eingesetzt wird. Immerhin erhöhte das die Chance auf vollständigen Verbrauch, da ich nur einen Strang – jetzt zum Knäuel gewickelt – besaß.

Luftig sollte das Muster sein, aber halbwegs interessant, außerdem einfach, aber hübsch. Die Suche war nicht einfach und alles ließ sich nicht umsetzen: interessant ist das Muster nicht. Es wird eine Reihe immer wiederholt. Aber luftig und einfach ist es. Smile


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Immerhin war es irgendwann soweit: das Muster stand und ich legte los.  Fast jeden Abend ein paar Reihen, das schaffte ich den ganzen Oktober und halben November. Und daher: tadaa – ein Häkelloop! In der letzten Reihe häkelte ich nämlich Anfang und Ende zusammen, weil mir das Teil für einen Schal nicht lang genug ist und ich Loops viel praktischer finde.


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Der Loop misst 25 cm in der Breite und ist am Ast hängend 85 cm lang. Ich kann ihn dreimal locker um den Hals schlingen, er ist weich und warm und überhaupt ganz nett. Open-mouthed smile

Das Muster ist so ähnlich in vielen Mustersammlungen enthalten, es besteht nur aus Luftmaschen und Stäbchengruppen. *2 Stb, 2 LM, 2 Stb in eine Einstichstelle (bzw. in der nächsten Reihe um diese beiden LM), 4 LM*. Und das immer wieder holen. Enden mit so einer Stäbchengruppe, dann 4 LM zum wenden und alles von vorne… So wird der Rand leicht wellig, das fand ich besser als einen geraden Verlauf.

Garn: Lace von Manos del Uruguay, 70 % Alpaka, 25 % Seide, 5 % Kaschmir, LL 400 m/50 g. Das ist ein handgefärbtes Garn und ich leistete mir vor einigen Jahren diesen einen Strang davon.



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Kreativprojekt Nummer Vier

Ein Jahr lang zeige ich jeden Donnerstag ein Kreativprojekt – mal gemixt, mal gekocht, mal gestrickt und noch viel mehr. Ende ist im November 2019.

Heute gibt es einen sanften Balsam für wunde Schnupfennasen. Es ist Erkältungszeit, das passt doch. Und weil es pure Pflege ist, sind keine ätherischen Öle oder sonstige Duftstoffe enthalten. Übrigens ist es sehr hilfreich, wenn man die strapazierte Nase vor dem Gebrauch des Taschentuches mit dem Balsam pflegt, so dass die Haut ein bisschen geschützt ist. Danach natürlich auch sanft die heilsame Pflege auftupfen.

Zutaten:

  • 10 g (1 TL) Wollwachs (auch Lanolin anhydrit oder Adeps lanae genannt)
  • 10 g (1 TL) Sheabutter

Beim Wollwachs darauf achten, dass es wirklich reines, wasserfreies Lanolin ist!  Ob man die unraffinierte Variante der Sheabutter  nimmt oder lieber die geruchsarme, weiße raffinierte Version ist fast egal. Fast, weil in der unraffinierten natürlich mehr “Heilkraft” enthalten ist (nein, ich zähle die einzelnen Stoffe nicht auf). Aber milde Pflege bieten beide.

Geräte:

sauberes Cremetöpfchen, sauberes Marmeladenglas, Teelöffel, evtl. eine Waage, Wasserbad.

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Zubereitung:

Beide Fette in das Marmeladenglas wiegen oder jeweils einen Teelöffel voll abmessen, es kommt gar nicht so genau auf die Mengen an. Das Wasserbad braucht nicht zu kochen, nur heißes Wasser aus der Leitung reicht vielleicht schon. Die Fette werden nur leicht erwärmt, bis sie sich glatt verrühren lassen. Sorgfältig mischen und dann in die Cremedose abfüllen. Fertig. Ich stelle alle wasserfreien Fettmischungen, sofern sie irgendeine Pflanzenbutter enthalten, in den Tiefkühler zum abkühlen. Rasches abkühlen verhindert (oft) das gefürchtete “krisseln” der Butter.

Solch ein Balsam eignet sich durchaus als kleines Mitbringsel, dann aber bitte beschriften mit den Zutaten (Wollwachs verträgt/mag nicht jede*r) und einer Haltbarkeit von drei bis sechs Monaten, sofern die beiden Rohstoffe noch diese Zeit halten. Ich bin bei solchen Angaben lieber zurückhaltender, also wenn die Shea, das Lanolin noch ein Jahr bis zum MHD haben, so gebe ich für den Balsam nur 6 Monate an. Da wird vielleicht doch mal mit nicht ganz frisch gewaschenen Fingern rein gelangt (pfui!)…. Was ich selber mache, weiß ich – wie andere damit umgehen, kann ich nicht wissen. Winking smile

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Der erste Frost

… ließ den Grenzgraben schon zu Eis erstarren. Dort wo die Wintersonne den Boden gar nicht mehr erreicht, bleibt es den ganzen Tag gefroren.

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Die Blätter am Boden zeigen sich an schattigen Stellen zart mit Eiskristallen dekoriert:

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Hagebutten, Schleh- und Weißdornsträucher hängen noch voll – also sammelten wir ein Kilo der blauen Früchte für uns. Daraus Marmelade zu kochen war nicht ganz einfach. Die Steine sind für die flotte Lotte zu dick, also passierte ich die in wenig Apfelsaft gegarten Schlehen per Hand durch ein Sieb. Das entstandene Mus war schon fest, trotzdem gab ich Geliermittel zum Zucker. Nun stehen 6 kleine Gläschen im Keller. Einen Rest des Schlehenmus vernaschte ich mit Quark – auch sehr lecker!

 

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Aber es soll heute gar nicht um meine Einkocherei gehen, sondern die Natur in ihrer Pracht gewürdigt werden. Smile

 

Was ist das? Ein Seeadler?! Ganz hoch oben natürlich, daher keine schönen Bilder:

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Und noch einer – zwei Seeadler!! Surprised smile 

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Ein seltener Anblick für uns, obwohl wir wissen, dass an diesem See die Adler wohnen. Smile Auf dem See schwammen viele Enten, aus großer Entfernung gesehen, weil das Wasser nur an drei Badestellen zugänglich ist. Ehemalige innerdeutsche Grenze, heute Naturschutzgebiet.

Eigentlich wollte ich Gänse knipsen, aber die ließen sich weder sehen noch hören.

Eine kleine Idylle zum Abschluss:

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