Der erste Schnee

des Winters erfreute uns gestern morgen! Eigentlich sogar schon in der Nacht, denn ein Blick auf meinen Balkon vor dem Schlafzimmerfenster ließ mich erstaunt aufseufzen. Das sah vielversprechend aus und auch morgens war die Weihnachtsdeko noch dick verschneit:

 Aber die Straßen und Wege waren frei, fegen nicht notwendig. Am Vortag stand übrigens ein Schneepflug ein paar Häuser weiter vor dem Bauhof an der Straße. Die waren also gut vorbereitet.

 Als ich so mit der Kamera über den Hof spazierte um vielleicht ein paar nette Motive zu finden (ich hätte wohl besser im Vorgarten geschaut ), grüßte mich von der anderen Seite des Baches ein junger Mensch. Ich winkte und er rief  fröhlich “endlich Schnee”.

Den ganzen Tag hingen die Wolken tief über dem Mittelgebirge. Gerade dann finde ich so ein bisschen Schnee auf den Bäumen und Sträuchern besonders schön, er hellt die Welt auf und zaubert alles Schwere und Dunkle fort. Aber leider – am Nachmittag war alles wieder braun und trist….

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Tiere in der Natur

kann ich mal wieder zeigen. So häufig sehen wir hier ja nichts (das war früher anders –ganzleiseseufz-), aber hin und wieder gibts doch Weidetiere oder Freiflieger.

Wir standen (sehr lange!) an einer geschlossenen Bahnschranke und hörten in der Stille (weil der Zug ja nicht kam) aus der Ferne das Geläut von kleinen Glocken. Nach geschlagenen 15 min war der Zug durch und in einem Bahnhof zwei Dörfer weiter angekommen (ja, der Mensch am Rufknopf gab uns diese Info) und wir durften endlich passieren und machten uns auf die Suche nach den Glöckchenträgern.

Und dann sahen wir sie: eine kleine Schafherde! Ist es nicht entzückend, dass sie läuten? Vielleicht verließen sie so oft ihre Weiden und mussten gesucht werden, dass sie schließlich Glocken bekamen? Schafe sollen prima Ausbrecher sein.

Und was sehen wir dort oben im Geäst sitzen? Es wird ein Falke sein, der gerade eine Mahlzeit einnimmt und mir dabei seine hübsche Rückseite zuwendet. Muss ein fetter Brocken gewesen sein, ich stand da einige Minuten und sah ihm zu. Danach suchte der Vogel sich ein anderes Plätzchen, von dem aus er mich und ich ihn besser begucken konnte. Hmpf, leider ist ein Ast genau vor seinem Schnabel…..

Ihr hattet gestern hoffentlich einen friedvollen und genussreichen 1. Advent. Für mich beginnt jetzt einer der schönsten Monate im Jahr! Überall Lichter und Wärme, die Vorfreude auf festliche Tage – ja, in diesem Jahr ist alles anders, aber das was ist, werde ich genießen! Ich habe es schön hier, bin nicht alleine, kann Kerzen anzünden und Musik hören (ha, der Graf dudelt auf und ab!) und bei heißer Schokolade meine selbst gebackenen Kekse knuspern. Und Weihnachten sogar die Familie sehen – ist das nicht wunderbar?

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Sterne und Schneeflocken

… häkelte ich für die Haustüre. Vor einem Jahr kaufte ich das Buch Zarte Schneeflocken häkeln von Caitlin Sainio. Hier mal der Link zur Ravelrysite der englischen Ausgabe klick. Im Lauf des Jahres entstanden dann aus dickerem Baumwollgarn die für unsere Haustür benötigten 15 Flocken.

 Nicht nur die Haustür ist geschmückt, auch im Haus verteilte ich Deko. Unsere Adventskerzen mal wieder auf diesem Ständer, mit Gewürzen, kleinen Zapfen und silbernen Sternchen eher schlicht gehalten. Ich mag kein Grünzeug in der Nähe der Flammen.

 Den ersten Stollen habe ich gestern auch schon gebacken. Seit einigen Jahren nehme ich immer dasselbe Rezept, ihr findet es auf dieser Unterseite. Ihr seht also: ich bin gut vorbereitet, der 1. Advent kann kommen.

 

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Geht ihr auch so gerne

auf Weihnachtsmärkte? Wir haben in den vergangenen Jahren jeden Dezember  5 bis 6 davon besucht. Immer tagsüber, wenn es noch nicht so brechend voll ist. Und ohne Glühwein, weil mit dem Auto unterwegs. Aber die Düfte nach Gewürzen und gebrannten Mandeln waren immer ein Genuss!

In diesem Jahr ist alles anders. Für uns war im letzten Jahr durch den Umzug auch schon alles anders, weniger Weihnachtsmarktbesuche als sonst. Aber jetzt fällt alles aus. Nun, damit kann man leben, es ist für die Marktbeschicker natürlich schlimm, aber seien wir ehrlich: für uns geht es auch mal ohne.  Ich werde mich am Lichterglanz in der Kreisstadt trotzdem erfreuen.

Um aber den Bogen zu schlagen: ich habe endlich mal gebrannte Mandeln selber gemacht! Schon seit Jahren schleiche ich um die Rezepte und Anleitungen herum, die im Dezember auf so vielen Blogs auftauchen. Aber heißer Zucker hat meinen vollen Respekt. Vor etlichen Jahren (da habe ich noch gar nicht gebloggt) machte ich Krokant selber, ich weiß also, wie heiß Zucker werden kann.

Letztlich war es aber wirklich einfach und dauerte nur – äh, vielleicht 10 bis 15 Minuten. Und lecker sind die Dinger! Es gibt zig Rezepte und Tutorials im weiten Netz, daher bei mir nur rudimentär.

Ich nahm:

  • 100 g Zucker (hier: brauner und weißer gemischt, ist aber egal)
  • einen Schluck Wasser (höchstens 50 ml)
  • etwas Zimt (oder andere Gewürze nach Wahl)
  • 200 g Mandeln (oder irgendwelche Nüsse nach Belieben)

Einen breiten, niedrigen Topf auf die große Herdplatte gestellt. Zucker mit etwas Wasser rein und aufgekocht. Nach ein, zwei Minütchen die Mandeln und den Zimt rein und fleißig gerührt. Das Wasser verdunstete innerhalb weniger Minuten und der Zucker wurde krümelig-fest. Weiter gerührt, nach einigen Minuten wurde der Zucker langsam flüssig. Immer fleißig gerührt bis die Mandeln von glänzendem Zucker überzogen waren. Auf ein Backpapier geschüttet und mit dem Kochlöffel etwas auseinander gezogen.

Bei mir kam mein einziger Holzkochlöffel zum Einsatz, weil ich bei so großer Hitze den Plastikdingern nicht über den Weg traue. Ist aber vermutlich wurscht.  Den Topf dann etwas auskühlen lassen und nun einfach im Spülbecken mit Wasser füllen – der Zucker löst sich innerhalb kurzer Zeit und der Topf kann ganz einfach abgespült werden. Und bitte: Zucker wird sehr, sehr heiß! Das ist nichts, was man mit Kindern machen kann!

Die Zuckermenge ist scheinbar durchaus flexibel. Ob man 100 oder 200 g Zucker auf 200 g Mandeln nimmt, spielt anscheinend keine große Rolle. Jedenfalls sah ich beide Mengenverhältnisse. Achja, so richtig lecker und knackig sind die Mandeln erst, wenn sie abgekühlt sind. Dann aber gleich in luftdichte Gläser etc. geben, damit sie keine Luftfeuchtigkeit ziehen (ok, im Winter bei trockener Heizungsluft eher unwahrscheinlich).

Und eine kleine Erinnerung: wer sich in der Adventszeit an Salzlichtern (Link zu meinem Kreativprojekt) erfreuen möchte, sollte die Gläser mit Salz und wenig Wasser jetzt an die Heizung stellen. Eine Woche reicht für kleinere Gläser, bzw. halbhohe Salzwände gerade noch aus. Und die sehen bestimmt auch mit Adventskerzen wunderschön aus.

 

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Einen zarten Poncho

wollte ich stricken. Denn der neulich gezeigte – hier klick – ist zwar wunderbar kuschelig, aber noch ein klein wenig zu warm. Der Herbst ist noch nicht so eisig-kalt, dass ich die doppelte Garnstärke benötige. Aber ein bisschen mehr als ein Tuch um die Schultern ist manchmal eben doch angenehm.

Die Lösung heißt: Mohair! Wer hier schon länger liest, weiß es ja: ich liebe die zarten Garne aus Mohair und Seide! Und da lag ja auch noch ein großer gewickelter Cake mit feinem Farbverlauf. Daneben wartete schon lange das letzte Knäuel einer hellen Wolle-Mohair-Mischung. Nun noch einige Grübelei über das Design – und los ging es.

Stricken in Runden ist so herrlich einfach und gedankenfrei. Man kann sich mit dem Gegenüber unterhalten oder einen Film schauen und nebenher wächst so ein Poncho wie von selbst. Damit es so richtig hirnlos läuft, hatte ich die Zunahmen berechnet und helle Streifen dafür eingeplant. Dazwischen die farbigen Blöcke sind einfach geradeaus gestrickt.

So plante ich: Maschenanschlag in hellem Garn so lang, dass zur Runde geschlossen der Kopf durch passt. Eine Reihe rechte Maschen, zur Runde schließen und noch 6 Runden rechts. Dann die erste Zunahmerunde. Meine Berechnung für einen Block: auf 2 Runden kommen 4 Zunahmen. Macht bei geplanten 10 Runden genau 20 zusätzliche Maschen. Die verteilte ich gleichmäßig und wechselte dann die Farbe.

Nun folgten 10 Runden farbig. Dann eine Runde hell, eine Runde mit 40 Zunahmen durch Umschläge für den nächsten Block mit 20 farbigen Runden. Nach den 20 Runden der Wechsel zu hell, diesmal mit 60 Umschlägen für den folgenden Block aus 30 Runden. Nun wieder hell mit 80 Zunahmen für einen Block aus 40 Runden – tja, und dann war schnell klar, dass das Garn nicht so weit reichen würde. Also wurden es nur 20 Runden, Wechsel zu hell. Einfaches Feather and Fan Muster (Himmel, wie heißt das doch gleich auf deutsch???). Nach 6 Musterrunden abgekettet, waren genau 50 cm Garn übrig! Nun noch ein winziges Häkelbörtchen dran und fertig. Vom farbigen Mohair blieben nur wenige Meter Rest. Volltreffer! Ich mag es, wenn ein Wollknäuel restlos verarbeitet wird. Und hier sind es gleich zwei.

 

Ich bin sehr, sehr zufrieden. Das Teil ist federleicht und warm, genauso wollte ich das haben.

Garne: hellgrau ist Mohairlana von Lana Grossa, 42% Mohair, 33% Merino, 25% Nylon, 137 m/25 g und das farbige ist Kid Silk Degradé von Austermann, 70% Mohair, 30% Seide, 425 m/50 g.

 

 

 

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