Was tun, wenn man nur zum

Schnee räumen aus dem Haus kommt? Frau bleibt halt drinnen und strickt und häkelt und stellt Leckereien in der Küche her – widmet sich also den Interessen, die in der Wohnung ausgeführt werden. Eine Strickjacke entsteht, ein Häkelpullover ebenfalls – zwei größere Projekte, die viel Zeit benötigen. Aber zwischendurch muss es eben auch immer wieder ein Kleinteil sein. Oder drei kleine Teile. Pulswärmer und ein kleiner Halsschmeichler.

Zuerst entstand der Minischal. Nach dem Muster Wisteria Bow von Helene Rønquist Knutsen. Der Link führt natürlich zu Ravelry. Allerdings strickte ich keine Schleife (Bow), sondern einen Schal mit spitzen Enden. Die Anleitung sieht mehrere schmalere Stellen vor, an denen das Teil zur Schleife zusammen gelegt wird. Das ließ ich alles weg. Aber weil ich das Herzmuster – so nennt es die Designerin – so hübsch fand, übernahm ich das zusammen mit den Anfangszunahmen und dem Ende.

Und weil ich Sets mag und gerne trage und ausreichend Garn vorhanden war, strickte ich auch noch Pulswärmer mit diesem Muster. Hier sogar gleich beide auf einmal. Verteilt auf zwei Rundnadeln, weil ich das bequemer finde als „Magic Loop“ – das wäre nämlich auf einer langen Rundnadel. Weil ich mit doppeltem Faden strickte, musste ich allerdings meine Garne wiegen und teilen, damit die Fäden nicht komplett verheddern. Jetzt sind also vier Miniknäulchen übrig. Die Wärmer selber entstanden spontan und ohne Anleitung. Erst glatt rechts in Runden, dann zum abgrenzen einige Runden kraus rechts, danach sechsmal das Muster. Nun eine Runde linke Maschen, gefolgt von einigen Runden glatt rechts für einen kleinen Rollrand. Die linke Runde ist die Grenze, da endet natürlicherweise das einrollen.

Weil ich hin und wieder auch gerne Neues ausprobiere und hier Lust darauf hatte, suchte ich mir eine andere Art des abkettens der Maschen aus einem Buch. Ich habe zum ersten Mal abgenäht. Das ist ein wenig aufwändiger als normales oder lockeres abketten, gefällt mir aber sehr. Und die abgenähten Maschen sehen ganz sauber aus, es ist kein Abkettrand erkennbar. Ich freu mich, dass ich etwas Neues gelernt habe!

Zuerst war das interessante Mohairgarn da – mit Tweedeffekt, also kleinen bunten Sprenkeln. Das gefiel mir im Laden so gut, dass ich ein Knäuel kaufte. Weil das so dünn ist suchte ich noch aus meinem Vorrat ein passendes Wollgarn. Dann eine Anleitung und schon ging es los. Das Tweedgarn ist von Lana Grossa „Natural Superkid Tweed“, 60 % Mohair, 30 % Seide, 7 % Baumwolle, 3 % Polyester. Die Lauflänge beträgt 200 Meter auf 25 Gramm. Das andere ist eine handgefärbte reine Merinowolle mit einer Lauflänge von 500 Meter auf 100 Gramm. Also etwas dünner als Sockengarn. Das habe ich hier schon zu einem Cowl verarbeitet: klick und nun ist nur noch ganz wenig übrig. Ich bin ja soooo happy, das ich inzwischen Mohair am Hals vertrage! Ich fürchtete nämlich, dass das Tweedgarn ein wenig zu kratzig sei – aber ich kann es gut tragen.

Das hier bleibt: solange der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine andauert, verweise ich für Spendenwillige auf die “Aktion Deutschland hilft”: klick

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