Mein Septembersommerstrick

… ging mir trotz der Wärme (ist schon ein Weilchen fertig) flott von der Hand. Smiley mit geöffnetem Mund Ganze 8 Tage brauchte ich für das Teil – eine Stola, ein Schal – na, eine Art Rechteck halt. Smiley  Auf der Terrasse und im Auto strickte ich fleißig und zog Perlen auf Maschen. Die Türgriffmulden des Wagens sind nämlich hervorragende Ablagen für Perlen und Häkelnadel. Laut lachen Eine Anleitung für das Tuch gibt es nicht, es war mal wieder ein “frei-Hand”-Gestrick. Hochtrabender könnte ich natürlich “Lavendelhexe Design” sagen (oder schreiben Zwinkerndes Smiley), aber Design ist so ein großes Wort, finde ich….

Erstmal ein Foto, dann die “technischen” Details:

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Das verwendete Garn ist Silkhair Degradé von Lana Grossa. 70 % Mohair, 30 % Seide, LL 400 m/50 g. Leider sieht man den wunderschönen Farbverlauf gar nicht. Es beginnt mit Grau und geht in  Creme über, gefolgt von Rosa, wieder Creme und als Abschluss noch einmal Grau. Erfreulicherweise hatte ich sogar genau dazu passende Perlen in drei Farben in meinem Vorrat. Ganz einfache graue, eine Sorte mit rosa Schimmer und eine mit zartem Beige überhaucht.

 

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Ich strickte schräg, also ein Parallelogramm. Es besteht aus drei Abschnitten: Anfang, Mittelteil, Abschluss. Das Grundmuster ist glatt rechts, ohne extra Randmaschen, die wurden je nach Reihe eben auch rechts oder links gestrickt.

Der Anfang: 3 M angeschlagen, 1. R (HR) re.  2. R (RR): 1 M li, 1 U, li bis 1 M vor Ende der R, 1 U, letzte M li. In den HR strickte ich die Umschläge verschränkt ab, denn ich wollte keinen Lochrand. Bis zur gewünschten Breite weiter glatt rechts mit Zunahmen an beiden Seiten der RR.

Mit 61 M Breite war ich zufrieden. Nun fügte ich in einer HR Perlen ein: 3 M re, *P, 2 re zus.* bis 2 M vor Ende der Reihe, 1 re verschr, 1 re Die Perlen zog ich mit einer Häkelnadel auf den Arbeitsfaden, also eine Perle statt Umschlag. Dann weiter glatt rechts, aber schräg: RR: 1 li, 1 U, li bis 3 M vor Ende, 2 li zus., 1 li. Die HR re, dabei den U verschränkt gestrickt.

Nach einige Reihen folgte dann eine RR in rechten M (mit den Zu- und Abnahmen) und dann strickte ich ein kleines Muster auf glatt rechts Grund ein, gefolgt von einer krausen RR.

Und immer so weiter: ein Stück glatt re mit einer R mit Perlen, Trennreihe in kraus gefolgt von einem kleinen Muster…. Die Muster hatte ich z.T. noch im Gedächtnis, weil schon einmal gestrickt, teilweise malte ich sie schnell auf Kästchenpapier und ein oder zwei suchte ich mir neu aus Musterbüchern aus.

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Als es mir passend erschien – kurz vor dem letzten Farbwechsel – folgte der dritte und letzte Teil: erst wieder eine Reihe mit Perlen, dann das Abnahmedreieck: hier wechselte ich und strickte nun in den HR die Abnahmen: 1 re, li geneigte Abn, re bis 3 M vor Ende, re geneigte Abn, 1 re. RR li. Als nur noch drei Maschen übrig waren, machte ich eine doppelt überz. Abnahme, fertig. Faden nicht abgeschnitten, denn ich wollte ja noch eine Perlenrunde um das Teil häkeln.

Ich stricke “continental combined”, also den Arbeitsfaden auf der linken Hand (continental) und die linken Maschen “eastern”, so dass die rechten Maschen anders herum auf der Nadel liegen. Daher stricke ich die Abnahmen anders und schreibe nicht “2 re zus.” oder “ssk”.  Wenn ich das richtig sehe, ist ssk links geneigt. Jedenfalls neigen sich meine Abnahmen zur Mitte hin.

Erfreulicherweise – und natürlich so geplant! Smiley mit geöffnetem Mund –  hatte ich noch etliche Meter vom Garn in Grau übrig. So zog ich graue Perlen vom Ende her auf den Faden und häkelte einmal herum: rechte Seite zu mir gewandt und dann * 1 fM, 1 LM, 1 fM, 1 P, 1 fM, 1 LM*. Die Perlen werden auf dem Faden dicht vor die Maschen geschoben, so dass sie auf der vorderen Seite der Arbeit liegen.  Zum Schluss noch Anfangs- und Endfaden vernäht und fertig.

Ein zartes Tuch aus feinem Mohair – leicht und warm. Kuss senden

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Noch einmal Marmelade

Eine neue Sorte: Birne mit Feige. Smiley Das Vorratsregal im Keller ist zwar eigentlich voll, aber ein oder zwei oder drei Gläser bekomme ich gerade  noch unter. Etwa ich?

 

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Das Rezept:

  • 200 g Birne (geschält, geputzt – es waren zwei Birnen)
  • 100 g Feige (geschält – waren mehr als zwei Feigen, den Rest der 3. verspeiste ich)
  • 1 EL Zitronensaft, frisch gepresst
  • 15 g Vanillezucker (natürlich selbst gemacht)
  • 100 g Zucker gemischt mit
  • 11 g Gelierpulver 3:1

Alles gründlich verrühren, aufkochen, pürieren, fertig kochen, abfüllen.

Und weil mir danach war, buk ich nebenher Rosinenbrötchen. Laut lachen  Das Rezept wollte ich schon geraume Zeit ausprobieren und nun war es endlich soweit. Mit der frischen Marmelade waren die Brötchen ein Genuss!

Rosinenbrötchen

  • 250 g Mehl
  • 250 g Quark
  • 1/2 Backpulver
  • 1 Ei
  • 50 g Zucker
  • 40 g Rosinen

Alles zu einem glatten Teig verkneten, 6 oder 7 Brötchen formen, mit Milch bestreichen, einschneiden, bei 180° Umluft ca. 20 min backen.

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Ostseebilder

… gibt es heute. Und was gehört da natürlich zwingend drauf? Möwen! Smiley mit geöffnetem Mund Viele Möwen! Außer dem Wasser und den Möwen gab es auch nicht viel. Wir waren in einer kleinen Bucht (ein Wiek), da gab es keine Muscheln und der Wasserstand war sehr niedrig, Wellen kaum vorhanden… Also Möwen. Wobei ich las, dass an anderer Stelle dieser Bucht jede Menge verschiedener Vogelarten unterwegs sind. Nun, am Badestrand  halten sich scheinbar bevorzugt Möwen auf, auch wenn nur wenige Menschen dort waren:

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Es gibt im ohnehin flachen Wasser auch noch Sandbänke, so dass sogar die Möwen dort nicht schwimmen müssen. Und dort erbeuten sie kleine Fischlein. Mein Versuch, die Fischchen mit der Kamera zu fassen:

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Könnt ihr sie erkennen? Sie flitzten davon, als ich durch das flache Wasser lief.

Und hier – dort hinten, wo das Wasser durchgehend dunkel ist, erst da ist es tiefer. Vorher geht es nur bis zu den Knöcheln oder Knien.

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Leider zeigte sich das Wetter mal wieder diesig…. Aber wunderbar war es trotzdem, mal wieder Seeluft zu schnuppern. Da die Hauptsaison  vorüber ist, war trotz des Sommerwetters nur wenig los im Wiek. Am Strand des nächsten Badeortes dagegen herrschte ordentlich Betrieb. Dort guckten wir aber nur von der Seebrücke ins Wasser und bewunderten den Gleichgewichtssinn der Möwen auf den schaukelnden Ballbojen.

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Wir wollten Holunder sammeln

… und kamen mit Brombeeren wieder. Smiley mit geöffnetem Mund Der Holunder sah nämlich leider gar nicht gut aus – wie auf dem Foto zu sehen – daher blieb er für die Freiflieger am Strauch hängen. Die Brombeeren dagegen lockten uns. Wir gingen an einem Knick entlang und fanden immer wieder einige schöne Beeren. Hier ein paar und dort sind ja auch noch welche… Alles zusammen waren es dann tatsächlich fast 1 kg. Vor Lachen auf dem Boden wälzen

Aus 660 g Brombeeren, 220 g Zucker (inkl. 20 g Vanillezucker), 2 TL Zitronensäure und 15 g Gelierpulver 3:1 kochte ich Marmelade. Die restlichen Brombeeren wanderten in einen Käsekuchen. Laut lachen

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Für  den Boden 

  • 200 g Mehl

  • 100 g weiches Fett (Butter oder Margarine oder Kokosöl)

  • 50 g Zucker und

  • 1 Ei

  • verkneten, ausrollen, eine Springform (26 cm) damit auslegen und für ca. 30 min kalt stellen. Dann ca. 10 min vorbacken. Eigentlich sollte man natürlich “blind” backen. Also Backpapier auf den Teig und darauf trockene Hülsenfrüchte oder Reis. Ansonsten muss man damit rechnen, dass der Rand umfällt und erst wieder aufgerichtet werden muss, ehe die Füllung auf den Teig gegeben wird. Etwa ich?

Die Quarkcreme aus

  • 1 Packung Quark (250 g)

  • 1 Becher saure Sahne (200 g)

  • ein Rest Schlagsahne (50 – 100 g)

  • ca. 50 g  Zitronenzucker

  • 1 EL Vanillezucker

  • 1 Ei

  • 2 EL Stärkemehl

  • alles gut miteinander verrühren. Die Mengen sind flexibel, ob mehr oder weniger Quark oder Sahne oder auch Frischkäse oder Joghurt enthalten sind, spielt keine große Rolle. Auch der Fettgehalt der Produkte ist egal. Zucker nimmt man nach ebenfalls einfach nach Geschmack mehr oder weniger. Ei und Stärkemehl binden die Masse. Die Gesamtmenge an Milchprodukten sollte  für die 26er Springform ungefähr 400 – 500 g ergeben.

Als “Bodendecker”

  • 50 g gem. Mandeln oder Nüsse in trockener Pfanne anrösten. Abkühlen lassen und mit

  • je  25 g Mehl, Zucker und Butter

  •   vermischen.

Mandelmasse auf dem vorgebackenen Boden verteilen und dann die Füllung eingießen. Darüber die Brombeeren streuen und bei

  • 160° C Umluft + Unterhitze in ca. 45 min fertig backen.

Umluft plus Unterhitze nutze ich immer bei Käsekuchen, das nennt sich “Pizzastufe” bei meinem Herd.

Ganz ehrlich: die Mandeln kann man weglassen, ich jedenfalls habe davon wenig gespürt. Vielleicht bleibt der Boden dadurch fester und weicht nicht so schnell durch?

Einige Tage später gab es selbst gebackene Brötchen mit Brombeermarmelade aus selbst gesammelten Brombeeren zum Frühstück. Smiley mit geöffnetem Mund Für die Brötchen stellte ich am Vorabend einen Teig her:

  • 250 g Mehl

  • 1 Mokkalöffel Trockenhefe

  • 1 Mokkalöffel Zucker und

  • 1/2 Mokkalöffel Salz

wurden in einer Schüssel gründlich verrührt. Nebenher erwärmte ich in der Mikrowelle

  • ca. 200 ml Milch

  Soviel Milch zum Mehlmix gegeben und mit den Knethaken verarbeitet, dass ein relativ fester Teig entstand, der dann die Nacht im Kühlschrank verbrachte.

Am nächsten Morgen knetete ich den Teig nochmals kurz durch, formte dann 5 Kugeln und heizte den Herd auf 180° Umluft vor.  Nach ca. 20 min bestrich ich die Teile mit Milch und schob das Blech für knapp 30 min in den Ofen. Die Brötchen mundeten uns so sehr, dass ich die sicher wieder backen werde. Smiley

 

Aber nicht nur Brombeeren nahmen wir mit nach Hause – für die Tischdeko schnitt ich einige Zweige mit Hagebutten, Weißdorn- und Schlehdornbeeren. Außerdem sahen wir zwei Milane ihre Kreise am – leider überwiegend bedeckten – Himmel ziehen:

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Es ist herrliches Wetter

… und wir machten in den letzten zwei Wochen einige Ausflüge. Die Festplatte ist also voller Fotos, die hier noch gezeigt werden sollen. Aber ich sitze lieber auf der Terrasse und stricke, wenn wir nicht unterwegs sind. Smiley mit geöffnetem Mund

Dieser Kleinkram allerdings soll nun doch endlich hier eingestellt  werden. Ein gestrickter Untersetzer/Wischlappen/Spültuch und wieder einmal genähte Abschminkpads mit ihrer neuen Aufbewahrung. Ein Weckglas hatte genau die richtige Größe und wurde mit Masking Tape (=leicht ablösbares Papierklebeband) dekoriert. Passt prima in mein Badezimmer zu den rosafarbenen Frotteevorhängen und den grünen Fliesen – auch die Keramik ist grün, moosgrün. Smiley

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Den Link zur Strickanleitung für das Blatt setzte ich schon, als ich solch ein Teil zum ersten Mal strickte. Dieses Ding liegt nun auch in der Küche. Für die Teekannen benötige ich dort einige Untersetzer und die müssen ja auch mal gewaschen werden. Außerdem brauchte ich nach der Jacke einen kleinen schnellen Strickerfolg. Laut lachen

Und was die Abschminkpads angeht – inzwischen habe ich so viele genäht, dass ich keine Wattepads mehr zu kaufen brauche! Vor Lachen auf dem Boden wälzen

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