Wieder mal ein Tuch

Schon im vergangenen Jahr strickte ich das “Project Peace” von Christina Campbell, einen Cowl. In diesem Jahr fand bzw. findet das Project wieder statt, wir stricken ein Tuch – auch jetzt postet Christina jeden Tag zum Thema Frieden, innerer Frieden ist gemeint. Nur wer in sich selber Frieden spürt, kann auch so nach außen wirken…. Jedenfalls kaufte ich die Anleitung und strickte mit. Ich war sogar ziemlich schnell, denn nach nur 10 Tagen war mein Tüchlein fertig. Reste von zwei Farben Wollmeise DK (100 % Merino, LL 214 m/100 g) verarbeitete ich, so dass ich das Teil nicht größer stricken konnte. Aber als Halswärmer ist es gut geeignet, zumal ich inzwischen noch einen Knopf annähte, so dass es gut liegen bleibt. Im Einsatz war es auch schon.  Smile

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Leider kann man das Muster im Hauptteil nicht sehen – es sind kraus rechts Rippen im glatt rechten Gestrick.

Das Tuch wiegt 180 g und misst an der längsten Seite ca. 130 cm. Die Borte beendete ich mit einem I-cord in der Hauptfarbe, dort beträgt die Breite ca. 60 cm. Auch an den Seiten strickte ich einen Kordelrand, daher ließ sich das Tuch nicht in die Länge spannen, hatte ich vorher leider nicht bedacht…. Am Übergang von der Abschlusskordel zur Randkordel arbeitete ich ein “Knopfloch”.

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Und wie man sieht, hatten wir vor diesen Monat sogar schon  ein wenig Schnee. Zu Weihnachten wird es natürlich grün und nass sein, wie so oft. Laughing out loud

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Mandelkekse

Es wird gebacken! Immer mal wieder – und eigentlich das ganze Jahr über. Ich wüsste keinen Grund, weshalb man Plätzchen nur zur Adventszeit backen und genießen sollte. Manche Gewürze sind im Sommer nicht so angebracht – wer möchte schon wärmenden Zimt in der (hoffentlich!) warmen Sonne genießen – aber ansonsten gilt: Kekse gehen immer! Mir ist auch nicht klar, warum man Ende November, Anfang Dezember einen Backmarathon einlegen und dann bis Weihnachten von den Vorräten zehren sollte. Ich bin Genussbäckerin – ich mache das, weil ich Freude daran habe und daher rühre ich dann einen Teig, wenn es mich überkommt. Open-mouthed smile In der Adventszeit sitzen wir allerdings regelmäßig nachmittags beisammen, trinken unseren Adventskalendertee und naschen ein paar Kekse dazu. Es wird also mehr verbraucht und daher kann ich häufiger den Herd anwerfen. Open-mouthed smile

Mir war nach Mandelplätzchen – ich liebe Mandeln! Also nahm ich ein einfaches Mürbeteigrezept und ersetzte einen Teil des Mehles durch gemahlene Mandeln. Und weil ich so richtig “lecker” drauf war, bekamen die Kekse nach dem backen noch eine Füllung aus Nougat.

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Das Rezept:

  • 150 g Mehl
  • 100 g Mandeln, gemahlen
  • 120 g Zucker – incl. 20 g Vanillezucker (wie immer: selbst gemacht)
  • 120 g Butter
  • 1 Ei

Alles zu einem Teig verkneten, ausrollen und ausstechen, (jede Form mindestens zweimal Winking smile)  backen bei 170° Umluft für ca. 15 min. Abkühlen lassen, Backnougat schmelzen, eine Hälfte der Plätzchen damit bestreichen, andere Hälfte drauf setzen. Nun könnte man noch mit dem restlichen Nougat dekorieren…..  Nougatmasse zum backen ist fest, Nuss-Nugat-Creme für den Frühstückstisch ist cremig, daher hat jede Sorte ihren eigenen Einsatzzweck – bei mir. Smile

Natürlich soll laut den Kochbüchern solch ein Mürbeteig erst für ca. eine Stunde im Kühlschrank ruhen und die Butter möglichst kalt sein. Ich erweiche die Butter aber in der Mikrowelle und verarbeite den Teig sofort. Weil ich nämlich fühlen kann, ob ein Teig ausrollfest ist oder noch ein wenig Flüssigkeit oder Mehl benötigt. Aber Kälte – nö, die brauchen meine Keksteige nur, wenn sie zu Rollenplätzchen verarbeitet werden. Dann aber richtig kalt und für eine Stunde zur Rolle geformt in den Tiefkühler. Freezing

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Lila Badesprudel

Aber – man staune Surprised smile – nicht mit Lavendelduft! Hier nahm ich das wundervolle PÖ Kumquat. Passt vielleicht nicht so richtig zum lila – oder sagen wir anders: man erwartet bei dieser Farbe einen anderen Duft. Aber nicht alle Erwartungen treffen ein. Also Überraschungsbadeteilchen. Laughing out loud

Im Moment liegt noch Schnee – also genau das richtige Wetter für ein heißes Bad. Open-mouthed smile Aber wenn dieser Post erscheint ist vermutlich die ganze weiße Pracht wieder getaut und es ist wie immer grau und nass und matschig…..

Für die Sprudelteilchen griff ich auf ein altes (etwas runterscrollen) Rezept zurück und überarbeitete es ein wenig. Das Prinzip blieb aber gleich. Solche Teile kann man auch schäumend herstellen, dann setzt man pulvriges Tensid (SLSA) ein. Hmm, von dem Zeug ist sogar noch ein Rest im Haus….

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Das Rezept:

  • 25 g Kokosöl (Palmin, das ist gehärtet)
  • 20 g Sheabutter
  • 2,5 g Dermofeel PP (Emulgator)
  • 20 g Milchpulver
  • 10 g Stärkemehl
  • 20 g Zitronensäure
  • 40 g Natron
  • 3 g lila Tonerde (oder andere Farbe, optional)
  • 2,5 ml PÖ Kumquat

Weil das Kokosöl recht hart ist, wurden beide Fette mit dem Dermofeel bei sanfter Wärme geschmolzen. Dann den Duft zufügen. Zum rascheren abkühlen, stand das Fett für ca. 15 min im Tiefkühler, bis es cremig-fest, aber nicht durchgefroren, war.

Währenddessen  alle pulvrigen Zutaten mischen. Nun die Fettmischung mit den Quirlen des Handmixers luftig aufschlagen. Nach und nach die Pulver dazu geben und immer vorsichtig erst per Hand unter ziehen – das staubt nämlich!  Zum Schluss alles gut durchmixen und dann in einen Einmal-Spritzbeutel (eine Tiefkühltüte mit kleinem Loch und Spritzbeuteltülle in einer Ecke geht natürlich auch)  füllen und kleine Häufchen auf eine Plastikfolie spritzen.

Durch die Wärme der Hände wird das Fett wieder etwas weicher. Mit ein wenig Mica bestäuben und dann im kühlen Raum ca. eine Stunde stehen lassen. Zur Aufbewahrung – oder zum verschenken – vorsichtig in Gläser oder Dosen setzen.

Sollen die Teilchen in einem mollig-warmen Badezimmer stehen und dort zu weich sein, kann man das Kokosöl durch Kakaobutter ersetzen. Bei mir halten sie aber so ihre Form.

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Heiße Schokolade

Und ich meine nicht Kakao, sondern wirklich Schokolade! Inzwischen mache ich jedes Jahr ein paar dieser Löffel, denn auch als kleines Geschenk finde ich sie sehr ansprechend. Die Holzlöffel – ich weiß gar nicht mehr wo ich die kaufte, weil es sie nämlich nur in einer Großpackung mit 100 Stück gab. Ich zehre also seit Jahren – siehe 2014 und 2015 – von diesem Vorrat. Smile

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Das Rezept:

  • 100 g Kuvertüre,  ich nahm je zur Hälfte Vollmilch und Zartbitter – hier sind zig Variationen möglich und natürlich kann man stattdessen Schokolade nehmen –
  • 1 geh. EL Kakaopulver – das zum backen, also ungesüßt und dunkel
  • 1 TL Lebkuchengewürz – oder Gewürze nach Wahl: Zimt, Vanille, Kardamom….

Kuvertüre sanft schmelzen, Kakao und Gewürze unterrühren, in Förmchen füllen und den Holzlöffel einstecken. Im Kühlschrank fest werden lassen.

Als Förmchen dienen mir alte Verpackungen von Frischkäseportionen. Ich wasche sie ab und verwende sie immer wieder. Einmal nahm ich Eiswürfelformen aus Silikon, aber da hatten die Schokoteile einen grauen Belag, den ich allerdings mit feuchtem Tuch abwischen konnte. Diese Menge ergibt 4 große Stücke, die 150 – 200 ml heiße Milch (Pflanzenmilch oder tierische – wie es beliebt) in einen köstlichen Schokotrunk verwandeln. Laughing out loud

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Ein leichter Loop

…. passend zum Stirnband sollte es werden. Da ich aber nur noch ein Knäuel des dicken, weichen Baumwollgarnes hatte und nichts kaufen wollte, kombinierte ich ein flauschiges Seidengarn dazu. Das verstrickte ich schon in einem Halswärmer, daher weiß ich, dass es weich genug für mich ist.

Begonnen mit dem Baumwollgarn und dem Muster des Cassandracowls (Ravelrylink) strickte ich das Knäuel fast bis zum Ende. Dann ging es mit dem Seidengarn weiter in kraus rechts, weil hier jedes Muster untergehen würde, und mit ein paar Zunahmen, weil das Garn viel dünner ist. Damit der Loop beim tragen nicht immer länger wird – ich stricke ja sehr locker und kraus rechts würde sich ordentlich ziehen – umhäkelte ich alle Kanten und dabei auch gleich die Enden aneinander. Nun kann ich den Loop ganz locker zweimal um den Hals schlingen.

Um die fliederfarbenen Kanten häkelte ich einfach feste Maschen mit dem grauen Garn und um die grauen Kanten ging es zweifarbig: erst abwechselnd 1 fM und 2 LM, so dass Lücken entstehen, und dann eine LM-Kette um die LM – dazu häkelt man 6 oder 8 LM (eben ausreichend für eine “Lücke”), nimm die Häkelnadel aus der Masche, geht mit der Nadel unter den LM der Vorreihe hindurch, nimmt die Masche wieder auf und zieht sie auf die Vorderseite. Hmm, schwer zu erklären und Bilder machte ich nicht. Naja, vielleicht gibt es ja einen Namen dafür und eine Anleitung irgendwo im Netz – ich habe die Idee aus einem Strickbuch (Sheryl Thies, Zauberhafte Schals & Tücher).

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Das Teil wurde jedenfalls schon ausgeführt und ist genauso, wie ich es erwartete: nicht zu warm, doch warm genug – sofern es nicht eisig kalt ist.  Meine gestrickten Accessoires decken ein breites Temperaturspektrum ab – von kühler Baumwolle über feine Mohairtücher und weiche Schafwolle bis zu kuscheligem Kaschmir wird je nach Wetter das passende gewählt. Rolling on the floor laughing

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