Handcreme

Gerade im Winter benötigen meine Hände viel Pflege mit der richtigen Creme. Schon mehrmals – u.a. hier und dort – berichtete ich von meiner Handcreme, aber diesmal finde ich sie besonders gelungen. Mein Grundrezept wandelte ich schon vor einiger Zeit ein wenig ab. Und da ich eine nicht zu weiche Creme wollte, nahm ich diesmal Kakaobutter und Zuckerrohrwachs  mit hinein. Dieses Wachs hat einen relativ hohen Schmelzpunkt von 75 – 80° C – Carnauba- und/oder Candelillawachs liegen ähnlich, wären also ein guter Ersatz und werden sicher demnächst ausprobiert. Denn meine Wachsvorräte umfassen immer noch viele Sorten. Eye rolling smile  Zum Vergleich: der Schmelzpunkt von Bienenwachs liegt bei 62 – 65° C.

Weil ich ausnahmsweise eine helle Creme wünschte, verzichtete ich auf grünes Avocadoöl und auch die Johanniskrauttinktur wurde nicht eingesetzt. Beides zusammen ergibt nämlich eine Farbe die an Schlamm erinnert. Smile  Übrigens: an eisig kalten Wintertagen ist das auch meine morgendliche Gesichtscreme.

Das Rezept:

  • 5 % Dermofeel PGPR (früher: PR)
  • 6 % Wollwachs (Lanolin anhydrit)
  • 4 % Pflanzenbutter (hier: je 2 % Shea- und Kakaobutter)
  • 2 % Wachs (hier: je 1 % Zuckerrohr- und Sojawachs)
  • 10 % Pflanzenöle (hier: 4 % Avocadoöl, hell, 4 % Reiskeimöl, 2 % Squalan)
  • 60 % Wasser
  • evtl. 0,5 % Magnesiumsulfat (Bittersalz) – Menge vom Wasser abziehen
  • 3 % Glyzerin 99 %
  • 10 % Alkohol 96 % (hier: im Sommer mit frischen Kamillenblüten angesetzt)
  • äth. Öle als Duft- und Wirkstoffe: Kamille und Lavendel

Das ist mein aktuelles Rezept – zur Verarbeitung verweise ich natürlich auf Heike Käser (Olionatura). Ich kippe also Alkohol und Glyzerin in das heiße Wasser, ehe ich schluckweise diese Wassermixtur zur erhitzten Fettphase gebe und gut unterrühre. Dann greife ich – sehr altmodisch, ich weiß – zum Handmixer mit einem Knethaken und mixe meine Creme fertig. Die äth. Öle rühre ich erst ganz zum Schluss unter. Die Kombination aus Kamille und Lavendel ist seit einiger Zeit mein Favorit bei dieser Creme! In love Kamillenöl ist nicht nur teuer, sondern auch sehr intensiv. Daher benötige ich nur  4 Tropfen davon und 20 Tropfen Lavendelöl – für 100 g Creme!

Ein Bild der Creme gibt es nicht, sie sieht einfach nur wie eine cremefarbene Creme aus. Be right back Ich hätte also jedes beliebige alte Foto nehmen können – auch das der Shealanolinsahne… Smile

 

januarsahne

 

Das ich Wollwachs für unersetzlich halte und es immer in Lippenpflege und Handcreme einsetze, ist vielleicht schon aufgefallen. Und seit einiger Zeit dachte ich über eine Körpersahne – reine Fettmischung, aufgeschlagen zur “whipped Shea”– mit Lanolin nach. Nun endlich mixte ich los. Einfach drauf zu, wie das meine Art ist. Embarrassed smile Mich überzeugt das Ergebnis und darum wird es hier veröffentlicht.

Diese “Sahne” ist eher weich. Möchte man sie fester haben, so kann man das Kokosöl durch Mango- oder Kakaobutter ersetzen. Allerdings muss dann die gesamte Fettmischung auf dem Herd erwärmt werden, bis alles klar aufgeschmolzen ist. Dann im Tiefkühler 30 – 60 min abkühlen lassen und dann erst kann man diese Mixtur aufschlagen. Wie lange sie im Tiefkühler stehen muss, kann ich nicht sagen, das muss man ausprobieren! Hier mein weiches Rezept, so wie ich es mixte:

Lanolinkörpersahne

  • 30 g Sheabutter
  • 15 g Kokosöl
  • 5 g Avocadoöl, hell
  • 10 g Wollwachs (Lanolin wasserfrei, Adeps lanae)
  • 5 g Glyzerin 99 %ig
  • 1 – 2 g Puderstoff (hier: Ronasphere, Seidenpuder ist auch fein)
  • 6 – 12 Tr. Duft nach Wahl (äth. Öle, weil gleichzeitig Wirkstoffe)

Shea, Kokos und Wollwachs abwiegen, das Rührgefäß mit der Fettmischung für eine halbe Stunde neben die Heizung stellen – die Fette sollen weich werden, aber nicht schmelzen. Inzwischen Öl, Glyzerin und Duft in ein Gefäß wiegen. Dann die Fette mit dem Handmixer (beide Rührbesen) einige Minuten aufschlagen. Nun Öl-Glyzerin-Duft-Mischung langsam einlaufen lassen, dabei weiter mixen. Den Puder auf das Fett sieben und erst per Hand vorsichtig unterziehen, dann mit dem Mixer rühren. Abfüllen, fertig.

Das man alle Gefäße und sämtliches Zubehör – Cremedose, Rührbesen, Löffel…. – vor Gebrauch mit Alkohol desinfiziert, halte ich für selbstverständlich und daher erwähne ich das nie. Ich stelle hier in  meinem Blog einfach nur meine eigenen Rezepte vor. Rührkurse und Basiswissen, auch Rezepte, findet man bei Heike auf Olionatura.de – da ist umfangreiches Wissen sorgfältig für uns Laien aufbereitet. Send a kiss Heike Käser hat auch Bücher veröffentlicht, die euch eure örtliche Buchhandlung auf Wunsch sicher gerne besorgt. Open-mouthed smile  Und das ist keine Werbung, weil garantiert unbezahlt (Heike weiß gar nicht, was ich hier schreibe Smile), sondern nur eine Empfehlung für die Wissbegierigen. Rolling on the floor laughing

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Ein Utensilo

…. wurde genäht. Aus einem alten Jeanshosenbein. Nun hatte ich aus dem unteren Ende (mit dem Saum) schon eine Geschenkverpackung fabriziert, also gab es keinen sauberen Abschluss mehr, der ja sonst den Umschlag oben bildet. Aber frau weiß sich zu helfen. Laughing out loud Das Hosenbein ist oben breiter als unten, daher nähte ich die obere Seite zusammen und dann Ecken ab – das ist der Boden. Nun schlug ich am offenen Ende einen einfachen Saum um, steppte fest und dann zog ich diese Kante nach innen, bis fast zum Boden. Die Seitenwände liegen nun doppelt und das Teil ist stabil, auch ohne Futter oder Verstärkung. Oben dann noch auf der Innenseite eine Zackenlitze aufgesteppt, nach außen umgeschlagen – und schon fertig. Den Boden innen mit den sichtbaren Nähten könnte man mit einem stoffüberzogenen Stück Pappe abdecken. Oder einfach einen “Wollcake” auweia, das ist denglisch vom Feinsten – Woolcake ist viel besser! – hinein legen. Aus Wollmeise Blend gewickelt passt es ganz genau.  Smile 

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Ja, da ist schon etwas angestrickt. Von diesem knallpinken Garn (die Farbe heißt “Tutu”) sind zwei Stränge in meinem Vorrat. Daraus möchte ich mir ein Set stricken – für alle drei Teile habe ich schon Ideen. Das da oben wird nach einer Anleitung gestrickt. Aber darüber berichte ich, wenn es fertig ist.Open-mouthed smile

Geknipst an einem herrlichen Sonnentag – also vor ein paar Tagen… Und hier ein jüngeres Bild der Natur: feine Eiskristalle. Das Utensilo im Haus bei grauem Himmel abgelichtet und das Saumstück des Hosenbeines als Geschenkhülle:

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Noch einmal

… strickte ich mir warme, weiche Pulswärmer. Superkuschelig sind sie – was kein Wunder ist, denn jedes Garn für sich ist schon herrlich. Die Farbmischung finde ich nicht besonders schön und das Randmuster (eine Zopfborte) wird auch geschluckt – aber weiche Wärme ist garantiert. Smile Die Anleitung fand ich – via Ravelry bei Drops. Natürlich kann man auch dort ganz einfach nachschauen, aber meine Anlaufstelle ist immer Rav, weil ich dort sehr gezielt mit vielen Variablen (Garnstärke, Material, Konstruktion uvm.) suchen kann. Laughing out loud

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Quergestrickte Zopfpulswärmer aus Wollmeise Blend (70 % Wolle, 20 % Kaschmir, 10 % Polyamid/LL 499 m 150g) und Superior von Filatura di Crosa ( 70 % Kaschmir, 25 %Seide, 5 % Wolle, LL 300 m/25 g)  Beide Garne sind einfach wundervoll! Send a kiss

Und nun – Schafe sehen dich an. Laughing out loud

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Neulich beim Spaziergang kamen wir an zwei Schafherden vorbei. Die hier unten sehen für mich aus wie Heidschnucken, die anderen sind eine bunte Mischung, scheint mir. Jedenfalls waren sie sehr aufmerksam, aber nicht ängstlich.

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Sind sie nicht bezaubernd?  Red heart

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Natur und Sonne

Das wunderbare Lied “Die Sonne scheint mir aus dem A….” fällt mir dann immer ein – (ja, Rammstein haben auch ein schönes “Sonnenlied”)…. Aber es geht hier nicht um Musik sondern um die Natur bei Sonnenschein – eine Seltenheit bisher in diesem Winter. Aber nun war es mal wieder soweit, also flugs die Wanderschuhe geschnürt (äh, die haben so einen Schnellverschluss, da ist gar nix mehr mit schnüren Winking smile) und raus in den Wald.

So herrlich, der blaue Himmel!

januarblau

Im Schatten ist es kalt, vom fedrigen Eis erzähle ich gleich mehr und das kleine Männchen (Kleinkunst Laughing out loud) fiel mir nur zufällig auf:

januarkunst

Vor etwa einem Jahr las ich in einem Forum auf Ravelry vom Phänomen des Haareis. Und als wir da so durch den Forst stiefelten, fielen mir immer wieder Äste am Boden mit genau diesen wundersamen Gebilden auf. Überall verstreut im Wald lag so etwas und einige Zweige waren nahe genug am Wegesrand.

Viele Bilder knipste ich, die Auswahl fiel schwer, aber hier erkennt man hoffentlich die überaus zarte, fiedrige Struktur:

januarhaareis

Nun geht die Sonne schon unter, aber die letzten Strahlen lassen die Baumwipfel erröten.

januarsonne

Und als wir den Wald verließen, zeigte sich der Himmel zart rosa angehaucht:

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Von der Tierwelt bekamen wir nicht viel mit. Hoch oben in einem Baum ein Schwarm kleiner Vögel, in der Ferne riefen Kraniche – und als Höhepunkt erblickten wir einen Adler! Er landete lautlos auf einer hohen Tanne, hinter einigen Buchen mit ihrem Geäst für uns nur schwer zu sehen… die Fotos sind nicht vorzeigbar – weil sehr mies-, aber es  ist in der Vergrößerung eindeutig ein Adler. Send a kiss

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Manche Designs

… sind einfach unglaublich! Unglaublich einfach und unglaublich raffiniert! Surprised smile Dazu gehört für mich diese Buchhülle von Martina Behm. Den Strickkalender, für den das Teil entworfen wurde, besitze ich nicht. Aber Frau Behm war sehr freundlich und hat die Anleitung so geschrieben, dass man sie auf jede Buchgröße anpassen kann.

Und nun hat mein alter Kalender einen gestrickten Überzug bekommen. Leider stricke ich umso lockerer je dünner das Garn ist und daher schimmert die rote Originalfarbe durch. Aber damit kann ich leben. Smile Die Strickhülle wird genauso gestrickt, wie man sie sieht – nur der Anfangs- und Endfaden werden vernäht, die Form entsteht durch äußerst geschickt platzierte Zu- und Abnahmen. Ich bin vollkommen hingerissen! Das stricken ging ganz einfach und auch sehr schnell.

Die Anleitung ist auf der Seite von Martina Behm (Link s.o.) verlinkt. Hier der Link zur Anleitung bei Ravelry. Und da ich ja oft und gerne zu Ravelry verlinke, noch ein kleiner Tipp: man kann die Sprache dort auf deutsch umstellen. Dazu loggt man sich ein (vorher natürlich registrieren, kostenfrei selbstverständlich) und dann muss man gaaaanz nach unten scrollen – in der Fußzeile findet man links am Zeilenanfang diese Möglichkeit:

 

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Einfach auf “Deutsch” klicken.

Danach sieht es da unten dann so aus:

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Und oben auf der Seite könnt ihr nun dies lesen:

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Also die Übersicht ist nun in german. Winking smile Auch rechts oben ist die Übersicht nun in deutsch und man kann auf deutsch suchen und finden….. Ich bin nun schon etliche Jahre dort – im Dezember werden es 10! –  angemeldet und war zuerst auch völlig erschlagen: englisch und sooo viel! Surprised smile Aber nach und nach habe ich mich eingearbeitet, viel in deutschen Foren gelesen und irgendwann auch das Englische soweit verstanden, dass ich mich gut zurecht fand. Mein Ravelry bleibt also english – aber ich finde es super, dass man umstellen kann und so einen leichten Einstieg findet. Open-mouthed smile  Achja, wer eine Lavendelhexe auf Rav findet – ich bin das nicht, dort heiße ich nämlich Corali.  Hier in meiner Seitenleiste rechts findet ihr den Link direkt zu meinem dortigen Profil. Winking smile

So,  jetzt endlich meine Buchkalenderhülle aus Noro Kureyon Socks (70 % Wolle, 30 % Poly, LL 422m/100 g), einem Garn mit schönen Farbverläufen – die es inzwischen aber auch von anderen Herstellern in weicheren Garnen gibt.

 

januarhülle

Und wer ganz genau hinschaut, kann am Baumstamm einen Buntspecht entdecken. Rolling on the floor laughing

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