Kreativprojekt Nummer Vierzehn

Ein Jahr lang zeige ich jeden Donnerstag ein Kreativprojekt – mal gemixt, mal gekocht, mal gestrickt und noch viel mehr. Ende ist im November 2019.

Heute wieder etwas für die Badewanne: es sind Badepralinen aus viel Kakaobutter und wenig Kokosöl. Natürlich verströmen sie auch einen zarten Duft. Wie unschwer zu erraten ist, liebe ich Lavendel, daher sind meine Pralinchen mit ätherischem Lavendelöl parfümiert. In Erkältungszeiten ist Cajeput – evtl. zusammen mit Eukalyptus – meine erste Wahl.

Zutaten: (ergab 6 Stück)

  • 50 g Kakaobutter
  • 10 g Kokosöl
  • 4 g Dermofeel PP (Polyglyceryl-3 Palmitate)
  • Duft nach Wahl (hier Lavendelöl)
  • Eiswürfelform

Die Kakaobutter (gibt es hier im Supermarkt) ist unverzichtbar, sie sorgt dafür, dass die Pralinen fest werden. Diesmal nahm ich raffiniertes Kokosöl. Stattdessen wäre aber auch Sheabutter eine gute Wahl. Der Emulgator Dermofeel PP heißt jetzt manchmal Softfeel PP oder auch ganz anders, daher schreibe ich die INCI dazu. Kann man durch Lysolecithin ersetzen, davon braucht man aber etwas mehr. Ich finde dieses PP einfach klasse in Badeprodukten! Ich kann damit sehr gut steuern ob das Bad stark oder schwach rückfettend sein soll. Bei 10 % PP ist für meine Haut kaum Rückfettung spürbar, ich mag am liebsten 3 – 5 % einsetzen. Als Duft im Badewasser finde ich ätherische Öl am schönsten. Die müssen aber sorgfältig ausgewählt werden und ein paar Sicherheitsregeln im Umgang mit ÄÖen muss man kennen und beachten. Darum nehme ich heute Lavendelöl, das ist mild und sehr gut verträglich. Die Form ist mir mal in irgendeinem Laden aufgefallen und musste mit. Jede Eiswürfelform ist geeignet.

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Und so wirds gemacht:

Kakaobutter, Kokosöl und Emulgator zusammen schmelzen. Entweder in einem Glasgefäß in der Mikrowelle bei ca. 400 W oder im Wasserbad. Die Kakaobutter sollte nicht zu heiß werden. Wenn alles klar aufgeschmolzen ist vom Herd nehmen und den Duft zugeben. Hier waren das 42 Tropfen äth. Lavendelöl für 6 Badepralinen. Pro Bad eine Praline = 7 Tropfen. Die flüssige Fettmischung in Eiswürfelformen füllen (Form auf eine stabile Unterlage stellen, damit man sie transportieren kann) und dann im Tiefkühler einige Stunden durchhärten lassen. Ausformen und luftdicht aufbewahren, sonst verduftet das feine Lavendelöl. Die Kakaobutter ist erst nach zwei, drei Tagen richtig fest.

Wer lieber zwei Badepralinen auf ein Vollbad nimmt, sollte die Duftmenge anpassen. Faustregel: auf eine Wannenfüllung 5 – 10 Tropfen ätherisches Öl. Nun ist Lavendel ein sehr mildes Öl, aber bei einem Erkältungsbad mit Cajaput (und Eukalyptus) plant man besser nur 5 Tr. pro Praline und kann dann unbesorgt zwei Teilchen in die Wanne werfen.

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Diese Decke

… hat fast auf den Tag zwei Jahre bis zu ihrer Fertigstellung benötigt. Wobei sie die meiste Zeit unbeachtet in ihrem Körbchen lag. I don't know smile Gelernt habe ich, dass ich Einzelteile zwar sehr gerne häkele, aber nicht den Nerv zum nachträglichen zusammen häkeln habe. Aneinander nähen war dagegen ein Kinderspiel und in wenigen Tagen erledigt. Auch der Rand wurde zügig angehäkelt. Manche mögen vielleicht keine endlos langen Runden, aber ich finde das geradezu meditativ. Rolling on the floor laughing 

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Die Entstehung dokumentierte ich (lückenhaft) auf diesen Unterseiten: Anfang, zäher Mittelteil und das Ende. Drei Quadrate blieben übrig, weil ich die Anordnung von 8 x 6 auf 9 x 5 änderte. Insgesamt bin ich sehr zufrieden. Ich wollte diverse handgefärbte Sockenwolle verbrauchen und das ist mir auch gelungen. Smile 

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Die Abschlussborte entstand “frei Hand”. Sie fällt leicht rüschig und war ein ordentlicher Garnfresser. Die Wollreste habe ich verschenkt und jemandem damit eine Freude machen können – was wiederum mich erfreute. Open-mouthed smile

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Größe: ca. 170 x 100 cm  Gewicht: 780 g

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Kreativprojekt Nummer Dreizehn

Ein Jahr lang zeige ich jeden Donnerstag ein Kreativprojekt – mal gemixt, mal gekocht, mal gestrickt und noch viel mehr. Ende ist im November 2019.

Heute gibt es Plätzchen. Leckere Nougathörnchen, die auch als Rollenplätzchen gebacken werden können. Das ist ein sehr fettreicher Teig, der herrlich mürbe Kekse ergibt.

Nun gibt es ja viele Menschen, die nur zur Weihnachtszeit Plätzchen backen. Da bin ich ganz anders gestrickt: Kekse gehen immer! Open-mouthed smile

Zutaten:

  • 200 g Nuss-Nougat-Creme
  • 100 g Butter
  • 1 Ei
  • 300 g Mehl
  • 1 TL Vanillezucker
  • ca. 50 g Kuvertüre für die Dekoration

Die Nougatcreme ist ein Brotaufstrich, also weich. Und weil die Creme ja schon gesüßt ist, reicht das auch an Zucker. Statt Butter kann man natürlich Margarine oder Kokosfett verwenden. Das Ei hat Größe M, aber ich finde das unwichtig und backe mit jeder Eigröße. Notfalls kann ich die Mehlmenge anpassen. Als Mehl nehme ich sowohl Dinkel 630 als auch Weizen 450/550 – welches nun gerade im Mehlglas ist, weiß ich oft gar nicht.  Ob nun Vollmilch- oder Zartbitterkuvertüre genommen wird oder eine Mischung aus beidem – das ist natürlich eine individuelle Entscheidung. Ich mische beide Sorten, gebe manchmal auch Schokoladenreste dazu – wie es eben kommt. Eine genaue Menge weiß ich auch nicht, das ist eine Schätzung und es kommt auch darauf an, wieviel Schokidekor der einzelne Keks bekommt.

Geräte:

Handrührgerät mit Knethaken oder Küchenmaschine oder saubere Hände Winking smile, Backofen und Backblech, Teigschüssel, Teelöffel, kleine Schale in der die Kuvertüre geschmolzen wird, Herd oder Mikrowelle


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Zubereitung:

Das Fett sollte weich, aber nicht flüssig sein. Daher rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen oder kurz in der schnellen Welle anwärmen. Alle Zutaten (ohne Kuvertüre) in die Schüssel geben und zu einem Teig verkneten. Nun mit einem Teelöffel Portionen abnehmen, zu Kugeln und dann zu Hörnchen formen.

Auf das Blech legen und bei 180° C Heißluft ca. 15 – 20 min backen. Jeder Herd ist anders, das kann also schon ein bisschen länger dauern oder schneller gehen. 

Oder den Teig als Rolle in Frischhaltefolie eingewickelt eine Stunde in den Tiefkühler legen, in Scheiben schneiden und dann backen wie angegeben. Die Backzeit verlängert sich aber um einige Minuten.

Abkühlen lassen. Inzwischen die Kuvertüre schmelzen – entweder im noch warmen Herd oder im Wasserbad oder bei ca. 400 Watt in der Mikrowelle. Nun die Enden der Kekse in die Kuvertüre tauchen, ablegen und trocknen lassen.  In geschlossenen Dosen halten die Nougatkipferl einige Wochen.

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Bei Rollenplätzchen werden die Scheiben entweder zur Hälfte eingetaucht oder mit Linien dekoriert, indem die flüssige Schoki mit einem Löffel über die Kekse gegossen wird. Das kann dann so aussehen:


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Warme Pfoten

… brauche ich. Wie neulich berichtet, wirkt die kalte Kamera wie ein Eisklotz. Ich wollte deshalb Fingerhandschuhe – warme Fingerhandschuhe! So richtig schön mollig warm ist Alpakagarn, das weiß ich von Socken und Tüchern. Also mal rumgeschaut… Es gibt zwei Dörfer weiter einen Alpakahof mit kleinem Laden, da fragte ich abends per Mail an und bekam rasch Antwort. Auch ein Termin außerhalb der Öffnungszeit war schnell gefunden. Smile

Na dann – hin und kaufen. Open-mouthed smile Aber natürlich nicht nur Fingerhandschuhe, auch ein Knäuel Garn von “Martin” musste mit. Martin lebt dort in der Herde und wir durften ihn auf der Weide besuchen. Send a kiss Ich finde es ja wundervoll, wenn das Garn der Tiere getrennt verarbeitet wird und man genau zuordnen kann, von wem die Wolle ist.

Das ist natürlich kein feines Babyalpaka, denn Martin ist kein Jungspund mehr. Für die Hände ist es für mich aber weich genug. Also strickte ich ein zweites Paar Crofton Cuffs von Grace Verhagen daraus, die ich über die Fingerhandschuhe ziehen kann. Damit dürfte dann auch bei Eiseskälte für warme Hände gesorgt sein.


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Ausprobiert wurde das Set aus gekauften Fingerhandschuhen und selbst gestrickten Pulswärmern auch schon. Es war zwar kein Frostwetter, aber doch kalt und ich konnte wechseln zwischen “mir ist kalt ich brauche beide Lagen” und “soo kalt ist es gar nicht, die Fingerhandschuhe reichen” und sogar zu “mir ist warm, nur die Pulswärmer sind genug”.  Rolling on the floor laughing

Nachtrag: Herr Lavendelhexe hatte ein Bildchen von Martin geknipst und mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt:

Martin, der schwarze Alpkahengst
Martin
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Den Schnee

… wollte ich doch auch noch zeigen. Die zarten Eisnadeln kamen mir dazwischen. Smile Aber nun! Der Tag begann tatsächlich mit einer ordentlichen Ladung Sonnenstrahlen!

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Wir fuhren also ins Nanduland und hatten auch eine Sichtung: Nandu im Schnee – es war zum Glück für die Tiere nicht sehr viel von der weißen Pracht:

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Und nun ab in Richtung Wald, solange es noch geht. Denn zum 1. Februar ist dieser Weg gesperrt und das Waldstück gehört für einige Monate den tierischen Bewohnern:

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Die Sonne blitzte durch die Bäume, es war ganz still und wunderschön.

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Im Laufe unseres Spazierganges bezog sich der Himmel dann leider wieder. Aber wenn Schnee liegt ist alles so hell und strahlend, auch ohne Sonne.

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