Holundermarmelade mit Apfel

Hurra, wir fanden Holunderbeeren! Open-mouthed smile Das ist hier keine Selbstverständlichkeit, wie an unserem alten Wohnort, als an jedem Feldrain auch Holundersträucher standen. Denn im “Gebirge” gibt es ja fast keine Felder.

Aber wir wohnen ja am Rand, sind noch in der “Entdeckerphase” und suchten ein Gebiet mit Fels und Feld für einen Spaziergang aus. Sogar einen wunderbaren Erlenbruchwald entdeckten wir – und dort stand ein Holunder voll mit Beerendolden. Laughing out loud Eine selbst genähte kleine Stofftasche ist immer dabei, wenn wir in der Natur unterwegs sind und wurde rasch gefüllt.

Zuhause dann ging ich vor wie immer. Da die Stiele des Holunder nicht mit dem Kochwasser in Berührung kommen sollen, stelle ich die Dolden in den Topf, dessen Boden mit ganz wenig Wasser bedeckt ist. Vielleicht einen Finger hoch? Ein Bild davon zeigte ich hier. Das kocht dann so 10 bis 15 Minuten und wird danach durch ein Sieb abgegossen. Dieses Mal drückte ich die Beeren kräftig aus.

Das ergab 300 g  Holundersaft. Nun schälte ich zwei Äpfel und raspelte sie um das Kerngehäuse herum in den Saft. Es befanden sich insgesamt 500 g, also 200 g geriebener Apfel, im Topf. Dazu gab ich eine Mischung aus 200 g Zucker und 12 g Gelierpulver 3:1. Dann setzte ich den Topf auf den Herd und während die Fruchtmasse aufkochte ließ ich meinen Blick über mein Gewürzregal schweifen…. Oh, Ingwer, fein. Ca. 1/2 Tl gem. Ingwer (das ist der getrocknete) gab ich in die Marmelade. Weiter wie immer: kochen bis zur Gelierprobe, abfüllen in saubere Gläser, nach dem verschließen auf den Kopf stellen.

Und das erste Glas ist auch schon leer.

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Kreativprojekt Nummer Neunundvierzig Fichtenharz

Ein Jahr lang (mein 10. Blogjahr!) zeige ich jeden Donnerstag ein Kreativprojekt – mal gemixt, mal gekocht, mal gestrickt und noch viel mehr. Ende ist im November 2019.

Im Winter – und auch jetzt im Herbst natürlich – wenn es früh dunkel wird und der Regen an die Fenster trommelt, der Wind um das Haus heult: dann ist es wieder Zeit für Kerzen (und Tee und Strickzeug ). Und auch die Duftlampen zaubern wieder kuschelige Stimmung. Oder man greift zum Räucherwerk und erfüllt die Luft mit feinem Duft.

Im Sommer sammelte ich während unserer Spaziergänge fleißig Fichtenharz. Am Wegesrand lagen nämlich häufig große Mengen gefällter Baumstämme und irgendwann fiel mir das Harz an den Schnittkanten auf. So oft, dass ich schließlich gar nicht anders konnte, als es zu sammeln. Auch von lebendigen Bäumen kann man Harz sammeln, aber bitte immer nur den “Überschuss” unterhalb der Verletzung, denn der Baum braucht den Wundverschluss!

Fichtenharz

So, nun wollte ich räuchern, aber ich finde Räucherkohle einfach grauslig. Allerdings weiß ich, dass es auch ohne Kohle geht. Vor einiger Zeit hatte ich nämlich schon einmal eine Räucherphase.

Also kaufte ich ein sehr preiswertes Stövchen (seltsamerweise ist nämlich keines mehr im Haushalt vorhanden – so ein Umzug mit ausmisten hinterlässt doch Lücken ) und legte ein Stückchen Alufolie auf. Darauf einige Bröckchen Fichtenharz und das Teelicht angezündet – himmlischer Duft nach Wald und Fichte verbreitet sich!

Stövchenräucherung

Wie ihr oben auf den Bildern seht, ist mein Vorrat an Harz in den Wochen ganz ordentlich gewachsen. In meiner “Wanderhandtasche” habe ich immer ein leeres, kleines Metalldöschen dabei, damit ich Harzbröckchen einsammeln kann. Und in den Wirtschaftswäldern hier herum lag wirklich sehr viel Holz! Jetzt sieht man viele Holztransporter, das Zeug soll ja raus aus dem Wald. Mein kleiner Vorrat wird aber noch für viele Dufterlebnisse reichen.

Das man beim räuchern aufpassen muss und nicht einfach den Raum verlässt, ist ja wohl selbstverständlich! Tiere und Kinder von Kerzen und dem erhitzen Harz fernhalten – muss ich das extra erwähnen?

Räuchern mit Stövchen, ohne Kohle

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Und noch etwas Gehaekeltes

… kann ich zeigen, denn ich war fleißig in den letzten Wochen. Smile Dieses Mal ein Paar feiner Pulswärmer. Ich mag die Dinger ja sehr gerne: sie sind schnell gehäkelt oder gestrickt und ich trage sie auch häufig! Sowohl im Haus als auch draußen: Pulswärmer begleiten mich durch die kalten Jahreszeiten. Send a kiss

Die Anleitung für dieses Paar stammt aus dem Buch “Maschenzauber” von Tine Solheim (Link zur HP der Autorin). Die Designerin verbindet in vielen Modellen häkeln und stricken. Es ist ein Buch voller Inspiration, auch wenn ich nicht alles tragbar finde. Winking smile Meine Stulpen sind aber fast originalgetreu gehäkelt, minimale Abwandlungen (“ovale Anfangsmaschen”, letzte Rd. mit 4er StbGruppen) mussten aber doch sein.


septemberhandwärmer


Das Garn ist dasselbe wie für die Häkelborte dieses Tuches. So habe ich jetzt ein kleines Set. Hmm, fehlt noch ein Stirnband, oder? Winking smile


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Nur wenig Natur

 

… zeigte ich in letzter Zeit. Das kommt, weil es hier vornehmlich zwei Motive gibt: Fichten und Felsen. Eye rolling smile Hin und wieder ein bissel Wasser findet sich aber auch. Und wenn darauf Enten schwimmen, gewöhnliche Stockenten, sind das geradezu Highlights!  Rolling on the floor laughing

 

 

septemberenten 

 

Da wir aber am Rand des kleinen Gebirges leben, ist es nicht so furchtbar weit in die Ebene – die übrigens sehr hügelig ist und viele wunderbare Ausblicke in die Weite der Landschaft ermöglicht! Aber es war leider mal wieder diesiges Wetter. Hier der Blick über den See in Richtung Harz:

 

septembersee

 

Das ist ein Stausee, der ein Kranichrastplatz ist und bevor die Kraniche kommen und viele Wege gesperrt sind, wollten wir mal schauen wie es da so ist.

Der Mais stand noch auf den Feldern, aber weit hinten auf der anderen Seeseite waren einige schon abgeerntet und von dort hörten wir Kraniche rufen. Send a kiss Nunja, man kann nur Punkte am Himmel sehen – aber es sind wirklich Kraniche!

 

 

Wo wir herum liefen, ist jetzt die Sperrzone, damit die Gefiederten ihre Ruhe haben. Aber im September konnten wir noch direkt auf den See schauen. Dort tummelten sich Silberreiher, Graureiher und Schwäne.

 

 

 

Und ein bisschen abseits vom Wege – wobei: auf den Karten war das ein Weg! – lagen diese Federn. Und Innereien, aber den Anblick erspare ich euch.  Da hat wohl ein Bussard ein Rebhuhn erwischt?

 

septemberbeute

 

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Kreativprojekt Nummer Achtundvierzig Balsam ohne

Ein Jahr lang (mein 10. Blogjahr!) zeige ich jeden Donnerstag ein Kreativprojekt – mal gemixt, mal gekocht, mal gestrickt und noch viel mehr. Ende ist im November 2019.

Ohne Wachs – aber das passte nicht mehr in die Titelzeile. Rolling on the floor laughing  Also wieder ein Pflegebalsam, wie schon vor 5 Wochen, dieses Mal ohne Wachs. Aaaber: es ist natürlich ein “Verdicker” enthalten, das “Viscolid” – ja, ein Link zu einem Shop, dort findet ihr genaue Infos zum Stoff und natürlich kaufe ich meinen Kram selber und erhalte keine Provision.

Also es war Rührtag bei der Lavendelhexe und neben einer Feuchtigkeitscreme (mit dem Emulgator Olivem 1000, Rezept kommt bald Smile ) wollte ich einen wachsfreien Balsam. Das Viscolid habe ich im Haus, eben weil ich “angedicktes Öl” ganz gerne mag. Nicht als Ersatz für eine Creme mit Wasserphase, sondern zur Ergänzung.

 

projektbalsamohnewachs

 

Details zu den weiteren Zutaten und zur Anwendung auf feuchter Haut schrieb ich ja schon beim Rosenbalsam, aber ich kopiere es hier auch nochmal rein:

Wollwachs (=Lanolin anhydrit) ist für mich die ideale Pflege für die – äh, reife Haut. Laughing out loud

Sheabutter – hat einen geradezu sagenhaften Ruf als Hautpflege, gehört also zwingend auch in dieses Produkt. Hier nahm ich die “klassische” Shea paradoxa, aber in raffinierter Form, weil geruchsneutral.

Mandelöl – sanft, mild, pflegend. Das kann man beliebig austauschen gegen jedes pflanzliche Öl – was einem eben gefällt bzw. in der Kosmetikküche steht.

Squalan – ist eine ganz leichte Ölkomponente und ich wollte unbedingt etwas schnell spreitendes im Balsam haben. Wer das nicht braucht, greift einfach zu einem Pflanzenöl.

Wildrosenöl/Hagebuttenkernöl – setze ich nur abends ein, weil das Zeug nicht sonnenstabil ist! Hilft bei der Hauterneuerung. Details bitte bei Heike Käser nachlesen: klick zu Olionatura

Avocadoöl – hell – ist ebenfalls wunderbar pflegend. Grünes wäre hier geruchlich zu dominant.

Pflaumenkernöl – duftet ganz herrlich nach Marzipan! Das ist der Duftgeber und deshalb sind keine äth. Öle enthalten.

Alle Pflanzenöle sind beliebig austauschbar, ganz nach persönlicher Vorliebe. Wer Marzipan verabscheut, kann ja auf ein anderes Öl ausweichen und nach Wunsch mit äth. Ölen beduften.

Das man alle Gerätschaften – das Glas, in das die Fette gewogen werden, die Dose samt Deckel für das Endprodukt, den Löffel/Spatel etc. – vor Gebrauch mit Alkohol desinfiziert, erwähne ich nicht extra.

Das Rezept (nur in Gramm, sorry, aber wer Prozente will,muss selber rechnen  Be right back):

Mandelbalsam (Mandel = Bittermandel = Marzipanduft) Winking smile

  • 3,5 g Viscolid palmölfrei (das ist übrigens ein grobes Pulver)
  • 5 g Sheabutter
  • 5 g Wollwachs (Lanolin wasserfrei)
  • 5 g Mandelöl
  • 5 g Avocadoöl, hell
  • 4 g Pflaumenkernöl (duftet nach Marzipan)
  • 2,5 g Squalan
  • 2 g Wildrosenöl

Alles in ein Glas einwiegen und im Wasserbad klar aufschmelzen. Durchrühren und zum abkühlen stehen lassen. Wenn es eintrübt, rühren bis es fester wird. Ich habe die Fettschmelze gleich in das Cremeglas umgefüllt und dann einfach mit einem Edelstahlspatel gerührt, also nicht hochtourig wie empfohlen. Mit der Konsistenz meines Balsams bin ich trotzdem sehr zufrieden!

 

projektbalsamwachsfrei

 

Natürlich darf auch hier der Hinweis auf Feuchtigkeit nicht fehlen:

reines Fett wird von der Haut oft nicht so gut vertragen. Das kann man mal machen, aber auf Dauer führt das meistens zu sog. Pergamenthaut. Also gibt man erst Feuchtigkeit auf die Haut, darüber dann den Balsam oder auch ein paar Tropfen eines Öles, einer Ölmischung.

Am einfachsten ist, wenn man ein Hydrolat aufsprüht. Oder das Gesichtswasser großzügig aufträgt. Oder man mixt sich eine Ampulle, ein Feuchtigkeitsserum selber. Mit Hyaluron oder ohne, wie man mag.

Ein einfaches Serumrezept schrieb ich dazu: ganz unten steht es.

 

 

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