Winterzeit – Badewannenzeit


Wenn es draußen grau und trübe ist, dann will ich abends nur noch in die Badewanne und im heißen Wasser abschalten. Dazu gehört dann auch ein duftender und pflegender Badezusatz und so wurde es wieder einmal Zeit für Badepralinen.

Zwei Sorten sind es geworden, weil die Erkältungsviren wieder unterwegs sind und ich dann gerne einen frischen Duft “wider die Viren” mag.


januar badepralinen


Badepralinen


  • 40 g Kokosöl
  • 100 g Kakaobutter
  • 8 g Dermofeel PP (Polyglyceryl-3 Palmitate)
  • Duft nach Wahl z.B. ÄÖ Cajeput oder
  • ÄÖe Lavendel und Benzoe

Die beiden Fette werden zusammen mit dem Emulgator sanft geschmolzen, bis alles klar ist. Nach Belieben diese Basis auf zwei Gefäße aufteilen und verschieden beduften. Hier: einmal mit 20 Tropfen Cajeput und der andere Teil mit 20 Tr. Lavendel und 10 Tr. Benzoe. Das Benzoeöl setzt sich unten ab und ergibt den braunen Schimmer auf den Kittys.

Wer lieber zwei Badepralinen auf ein Vollbad nimmt, muss evtl. die Duftmenge anpassen. Faustregel: auf eine Wannenfüllung 5 – 10 Tropfen ätherisches Öl. Nun ist Lavendel ein sehr mildes Öl, aber bei einem Erkältungsbad mit Cajaput  plant man besser nur 5 Tr. pro Praline und kann dann unbesorgt zwei Teilchen in die Wanne werfen.

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Ungewoehnlich

… ist die Form dieser Pulswärmer. Aber sehr interessant! In einer Buchhandlung sah ich das Buch “Japanische Handschuhe stricken” von Bernd Kestler. Was an den Dingern japanisch sein soll, weiß ich nicht. Denn vom Daumen her gestrickte Pulswärmer gibt es auch bei Knitting and so on (Link zu ihrem Blog bei Google) und im Buch von Daniel Yuhas (Link zu Ravelry).

Wie dem auch sei, die Konstruktion ist toll und ich kaufte das Buch. Tatsächlich konstruieren zwar alle Drei die Wärmer vom Daumen her und doch sind sie unterschiedlich. Am einfachsten ist für mich die Art von Bernd Kestler. Deswegen nahm ich das Buch ja mit. Smile

Und natürlich musste ich sofort ein Paar anschlagen. Man kann die Größe sehr gut während des strickens an die eigenen Maße anpassen, braucht also keine Maschenprobe.


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Neues lernte ich auch dabei: “isländisch abketten” und die Maschen von zwei Nadeln auf eine zu nehmen auf “japanische Art”. Open-mouthed smile Inwieweit so etwas tatsächlich aus der jeweiligen Stricktradition kommt oder das japanische nur so genannt wird, weil der Autor in Japan lebt – ich weiß es nicht. Ist aber auch nicht wichtig.


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Diese Pulswärmer werden durchgehend an einem Stück gestrickt: zum Schluss sind nur Anfangs- und Endfaden zu vernähen. Beim nächsten Paar werde ich dann noch etwas anderes ausprobieren und beide gemeinsam auf einer Rundnadel stricken. Dann werden sie gleichzeitig fertig und vor allem: genau gleich fest oder locker gestrickt.

Gestrickt aus “Opera” von SMC select, 96 % Wolle, 3 % Polyester, 1 % Nylon, LL 124 m/50 g. Dieses Garn befindet sich seit 2012 in meinem Vorrat. Who me?

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Frostig

… war es wieder.  Also zeige ich euch heute ein paar eisige Bilder.

Aber nicht nur, denn die kleinen Fichten, die auf den Überresten eines großen Baumes wachsen, finde ich einfach entzückend.


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Am Bachufer zaubert der Frost wundervolle Eiszapfen. In der Sonne wird das Eis rasch zu glitzernden Wasserperlen. Und noch ein Bäumchen.

 

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Natürlich hielt ich Ausschau nach Haareis. In einem Tal war es die entscheidenden zwei oder drei Grad wärmer und dort wurde ich fündig. Ein Blick vom Wegrand – oh! Ein großer Schritt brachte mich über das kleine Bächlein und zum Haareis: 


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Das ich davon ganz fasziniert bin, wissen langjährige Leser*innen schon. Alle anderen erfahren es jetzt. Smile  Neben dem Weg fand ich dann noch zwei tote Hölzer und für mich unerreichbar sah ich noch

mehr der interessanten Gebilde.

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Und weil ich die Mütze trug, gibts jetzt die Tragefotos. Meinen Dank dafür an D.H. (wusstet ihr, dass anderswo DH die Abkürzung für “Dear Husband” ist? Rolling on the floor laughing)


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So blau war der Himmel! Zwei Raben sitzen dort oben in der Fichte. Ich sah, wie sie dort hinflogen  – aber sie sahen mich natürlich auch und wie alle Raben sind sie sehr zurückhaltend.

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Nun kann ich wieder buegeln

…. denn die Kartons  mit der Weihnachtsdeko stehen nicht mehr vor dem Bügelbrett. Smile

Nicht dass ich oft oder gerne bügele! Aber wenn ich eine Kleinigkeit nähe, dann gehört bügeln dazu. Auch ich habe nämlich irgendwann eingesehen, dass es sich viel einfacher steckt und näht, wenn alles schön glatt gebügelt wird. Winking smile

Für ein kleines Strickzeug wollte ich ein Utensilo haben – nun besitze ich zwar schon einige, aber die sind meistens ziemlich hoch und hierfür wollte ich etwas niedriges.

Da lag noch eine alte Jeans und ausgediente Krawatten sind auch vorhanden. Fein, denn Jeans brauche ich nicht zu verstärken (der Stoff ist für meine Zwecke fest genug) und eine Borte obenrum sieht immer gut aus.

Nun war ich am grübeln: wie bekomme ich das hin? Der Blick in ein amerikanisches Nähbuch (Sewing in a Straight Line von Brett Bara) half mir sehr. Jaha, ich habe nicht nur Strick- und Häkelbücher auf englisch, sondern auch ein Nähbuch! Open-mouthed smile

Lange Vorrede, hier das Ergebnis:


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Das Wollknäuel – mit Glitzer! – wird übrigens in Pulswärmer verwandelt, die sehr raffiniert konstruiert sind.

So ganz zufrieden bin ich mit dem Utensilo nicht – das Binding (der Krawattenrand) hätte ich wohl besser weiter unten mit einem Zierstich angenäht. Aber so lerne ich halt dazu. Und ich habe hier zum ersten Mal bei einem Utensilo die Ecken ausgeschnitten und dann genäht. Bisher nähte ich sie ab und schnitt dann. Das Ergebnis ist dasselbe, der Weg dahin nur ein wenig anders. Smile


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Eine neue Mütze

… strickte ich mir.  Es ist nun nicht so, dass ich inzwischen gerne Mützen trage. Aber wenn es so richtig kalt ist, dann wärmt eine Mütze halt doch besser als ein Stirnband. Und die Kapuze schränkt mein Sichtfeld ein, die setze ich daher nur bei (leichtem) Regen auf.

Wie ja inzwischen bekannt ist, stricke ich sehr locker. Und dabei kommt es nicht auf die Nadelstärke an, denn ich stricke weit unten auf der Nadel.

Und weil ich keine Maschenproben mehr mache – solche kleinen Teile stricke ich scheinbar fester – werde ich Mützen nicht vom Bündchen aus nach oben stricken.

 

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So bleiben dann zwei Möglichkeiten: von oben her (wie hier) oder seitlich. Davon gibts dann auch mehrere Varianten, ich entschied mich für die einfachste: ein schräg gestricktes äh, Rechteck ist es dann keines, sondern ein Parallelogramm.

Also einen breiten Streifen (Kopfhöhe plus Umschlag – bei mir 70 Maschen) in folgender Weise gearbeitet:

  • HR: 1 re, 1 U, re bis zur letzten M, li abh
  • RR: 1 re, ssk, re bis zum U, den re verschr, letzte M li abh

Jaja, immer die kryptischen Kürzel… In love. Als das Strickstück dann um meinen Kopf passte, kettete ich ab und nähte Anschlag- und Abkettrand zusammen. Eleganter (und unauffälliger) ist es natürlich, wenn man provisorisch anschlägt und dann die Naht mit dem Maschenstich macht.

Naja, ich überhäkelte die am Umschlag sichtbare Naht – was man nicht verbergen kann, muss man betonen. Winking smile Und da ich ja eh den Rand mit einer kleinen Häkelborte versah, war da auch kein neuer Faden zu vernähen.

 

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Oben wird die entstandene Röhre natürlich auch zusammen genäht. Entweder alle Randmaschen zusammen ziehen oder eine flache Naht, deren Anfang und Ende dann zur Mitte gezogen werden – so machte ich das.

 

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Schöne Tragefotos habe ich nicht, weil es noch nicht kalt genug für die Mütze war. Smile 

Und meine Aufnahmen im Zimmer sind furchtbar geworden. Confused smile Trotzdem bin ich mal mutig genug, ein gründlich bearbeitetes Bildchen zu zeigen.

 

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Gestrickt aus Wollmeise Pure, 100 % Wolle,  LL 528 m/150 g, doppelt genommen. Häkelborte einfädig.

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