Kreativprojekt Nummer Sechsundfünfzig–Weißdornkonfitüre

Ein Jahr lang (mein 10. Blogjahr!) zeige ich jeden Donnerstag ein Kreativprojekt – mal gemixt, mal gekocht, mal gestrickt und noch viel mehr. Dies ist der letzte Eintrag.

Wie schon erwähnt sammelte ich fleißig Weißdornbeeren. Das ging schnell und einfach – das verarbeiten dagegen dauerte lange und war mühselig. Confused smile Aber einmal im Leben möchte ich das Zeug doch ausprobiert haben! Nun weiß ich allerdings, weshalb meistens Likör aus Schlehen und Weißdorn gemacht wird. Winking smile

Zuerst wurden die Beeren natürlich gewaschen, dann geputzt. Eigentlich wollte ich den ganzen Kram nach dem kochen durch die “flotte Lotte” drücken, aber der erste Versuch war nicht so toll. Die Kernchen sind doch recht groß. Nunja, aber soweit sind wir ja noch gar nicht. Smile


projektweißdorn


Die geputzten Beeren (700 g) brauchen Flüssigkeit, denn sie selber sind mehlig. Ich wählte einen Apfel-Birnen-Saft (300 ml) und kochte alles schön weich. Nun  erstmal der Versuch mit einer Kelle voll durch das Passiersieb, die flotte Lotte – das geht nicht gut! Also die traditionelle Methode gewählt: Sieb und Löffel. Kelle für Kelle drückte ich die Beeren mit dem Löffel durchs Sieb. Confused smile

Ideal wäre wohl ein gröberes Sieb um die Kerne zu entfernen und dann vielleicht ein feineres um die letzten Stiele auszusondern. Egal, ich hatte nur eine Siebgröße und jetzt mein Weißdornmus (400 ml) – das allerdings geschmacklich einfach nur sehr, sehr herb war. 

Es sollte allerdings Konfitüre daraus werden, weshalb noch Zucker hinein gehörte. Hm, ich mag das ja nicht zu süß und wähle oft 3:1, aber hier ging ich auf 2:1 – also die Hälfte Zucker (220 g). Und weil das Mus recht fest war, kam noch ein Schwung Apfel-Birnen-Saft (200 ml) dazu. Leider war alles zusammen immer noch eher geschmacksarm, also gab ich noch einen Teelöffel meines selbst gemischten Lebkuchengewürz hinein. Und natürlich Gelierpulver 3:1 (10 g).

Zum Schluss hatte ich drei kleine Gläser mit köstlichem Weißdornaufstrich! Sehr lecker in Quark und Joghurt. In love


Damit endet meine “Challenge” – jeden Donnerstag gab es ein Kreativprojekt und so ging mein 10. Blogjahr vorüber. Ich freue mich, dass ich nun wieder ohne feste Termine bloggen kann. Aber für das kommende Jahr habe ich doch wieder eine kleine Serie vor. Dann aber monatlich, denn jede Woche war manchmal eine echte Herausforderung. Winking smile

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Und ein Tuch

…ist schon längst fertig gestrickt, aber erst dauerte es ewig bis ich die Fotos machte und dann nochmal genauso lange bis zum Eintrag. Aber nun!

Ich wollte ein Dreiecktuch in Runden stricken und dabei einige Einzelknäule verbrauchen. Leider waren die meisten Knäule ohne Banderole – wo kommt die immer hin??  Es war jedenfalls Cheeky Merino Joy von Rosy Green (100 % Merino, LL 320 m/100 g, Farbe dunkelgrau) dabei und Alpakka Silke von Sandnes (70 % Alpaka, 30 % Seide, LL 199 m/50 g, Farbe rosa) . Das Garn für die Abschlussrüsche ist selbst gefärbt. Und ein dunkellila könnte ein Alpakagarn von OnLine sein. Thinking smile


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Im ersten Teil entwickelte ich mein weiteres Vorgehen: es sind drei Doppelzunahmen,  jd. 2. Runde als 3aus1 (relire aus einer M). Und nach zwei oder drei Zunahmerunden, werden in der folgenden an zwei Stellen 5aus1, an einer weiterhin 3aus1 gestrickt – bissi kryptisch, mh? Jedenfalls sollten dadurch zwei Zipfel etwas länger werden, der untere nicht ganz so lang.

Naja, ich hatte mir den Unterschied dramatischer vorgestellt, aber so ist es auch ok.

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An der oberen Kante kettete ich mit I-cord ab und so entstanden auch die Zipfelbändchen – ich fürchtete ernsthaft, das Tuch könnte zu klein werden, dann wären Bindebänder doch nett. Rolling on the floor laughing Da das ja in Runden gestrickt wurde, konnte ich überhaupt nicht abschätzen, welche Maße das Teil mal hat!

Tatsächlich misst die obere Kante ca. 160 cm, ohne Bändchen, und die Tiefe des Tuches beträgt etwa 90 cm. Die seitlichen Kanten sind dehnbarer, weil oben der Kordelrand alles fest zusammen hält. Aber es ist schön groß! Die Rüsche hat lange gedauert, weil ich auf die endlos langen Reihen nicht so viel Lust hatte. Aber letztlich brauchte ich nur 5 Wochen, dann war das Tuch fertig.


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Das Tuch wiegt 215 Gramm – sehr gut für die Statistik, zumal alles Garne sind die schon länger hier liegen. Open-mouthed smile

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Kreativprojekt Nummer Fünfundfünzig Kirschkernkissen

Ein Jahr lang (mein 10. Blogjahr!) zeige ich jeden Donnerstag ein Kreativprojekt – mal gemixt, mal gekocht, mal gestrickt und noch viel mehr. Ende ist im November 2019.

Wer unter Nackenverspannungen leidet weiß vielleicht um die wohltuende Wirkung eines wärmenden Kirschkernkissens. So eines nähte ich – genauer sind es sogar drei geworden. Dazu noch der Prototyp, der allerdings wieder ausgeweidet wird.

Als der Wunsch an mich herangetragen wurde, recherchierte ich natürlich im weltweiten Netz. Die große Frage: wieviele Kerne pro Kissenabteil wurde mir aber nur unzureichend beantwortet. Meine Antwort ist: bei einer Kissenlänge von 55 – 60 cm, einer –breite von 20 cm und vier Kammern nehme ich jeweils 260 – 300 g Kirschkerne. Open-mouthed smile

Ein “Probekissen” ergab dass eine Breite von 20 cm ganz gut ist, aber die Länge besser bei 60 cm liegt – gelesen hatte ich von 40 cm, mein Prototyp war 50 cm lang. Und viel zu prall gefüllt….

Die Innenkissen sind aus alten Kopfkissenbezügen genäht – alt, aber ungenutzt. Die waren noch original verpackt. Ein schöner fester Baumwollstoff. Natürlich habe ich für dieses Projekt sämtliche Stoffe vorgewaschen, obwohl das bei mir eher unüblich ist. I don't know smile Und natürlich griff ich zum Nähgarn aus Baumwolle, weil ja alles in die Mikrowelle soll. Wusste bis dahin gar nicht, dass ich Baumwollnähgarn besitze. Eye rolling smile Aber ein Griff ins Nähkästchen förderte als erste Spule gleich diese zutage:


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So machte ich das:

Für ein Kissen von 60 x 20 cm schneide ich also 63 x 42 cm Stoff zu und falte das Stück in der Mitte rechts auf rechts, bügele es und schließe die Längsnaht und eine kurze Seite. Meine Nähmaschine hat einen Fake-Overlock-Stich, ansonsten muss man die offenen Kanten mit Zick-Zack versäubern und dann die Naht steppen. Wenden, so dass die rechte Seite außen ist. Bügeln. Smile

Nun wird gemessen und gerechnet – 4 Kammern sollen es werden, 60 cm sind es. Heißt also, dass eine Kammer 15 cm hoch ist. Mit einem Trickmarker, der nach einiger Zeit an der Luft verblasst, zeichnete ich die Kammern an, füllte die erste mit zwei Messbechern voller Kirschkerne…


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…und sicherte mit Stecknadeln, dass kein Kern in Richtung Naht und Nadel wandert. Einmal über die Linie gesteppt und die nächsten beiden Kammern genauso gearbeitet. Zum Schluss die oberen Stoffränder nach innen eingeschlagen und gebügelt, die letzte Kammer gefüllt und mit einer Naht verschlossen.


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Die Bezüge nähte ich nach dieser Anleitung: Klick zum Bezug nähen. Allerdings nahm ich zwei Kissenbezüge und ein T-shirt als Ausgangsbasis, beides neu gekauft. Und äh, ich hab die scheinbar gar nicht fotografiert…. I don't know smile Nunja, stellt euch einfach einen Bezug um das Kirschkernkissen vor. Open-mouthed smile


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Und wie wendet man die an? Einmal in der Mitte falten, in die Mikrowelle legen und auf 600 Watt für 1 Minute erwärmen. Die Faltung nun zur anderen Seite machen, so dass jetzt außen liegt, was innen war. Wieder für 1 Minute auf 600 Watt erwärmen. Jetzt kann man das herrlich warme Kissen in den Nacken legen und die entspannende Wärme genießen! Natürlich werden die Kissen mitsamt ihrem Bezug erwärmt.  Oder man legt die Kissen für ca. 10 – 20 min in den 100° C warmen Herd. Hin und wieder sollte eine Tasse Wasser mit in die schnelle Welle, damit die Kerne nicht so spröde werden. Ich hoffe die Kissen bewähren sich….

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Badesprudel

Die Badewanne ruft nun wieder häufig, denn als Abschluss eines grauen, nassen Herbsttages ist ein warmes Wannenbad einfach perfekt.

Oft nehme ich dann fein duftendes Badeöl oder Badepralinen, um das Wasser mit ein wenig Pflege anzureichern. Diesmal wollte ich aber etwas sprudelndes haben – lange schon gab es bei mir keine  Badebomben, es wurde also Zeit!


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Zutaten:

  • 50 g Zitronensäure, kristallin
  • 100 g Natron, Natriumhydrogencarbonat
  • 30 g Milchpulver
  • 20 g Kokosöl
  • 10 g Kakaobutter
  • 2 g Dermofeel PP (Polyglyceryl-3 Palmitate = Emulgator, optional)
  • äth. Öl zum beduften, z.B. 20 Tr. Lavendel

Die trockenen Zutaten gründlich mit einem Löffel mischen. Die beiden Fette zusammen mit dem Emulgator schmelzen, den Duft zugeben und auf die Pulver gießen. Nun gut verrühren, die Konsistenz ist dann etwa wie feuchter Sand. Wer gerne mit der Hand vermischt, bitte unbedingt Handschuhe tragen! Zitronensäure reizt die Haut! Später im Badewasser ist sie stark verdünnt und reagiert mit dem Natron, dann ist sie vollkommen ungefährlich. Aber noch ist sie pur, also Vorsicht!

Die Masse in Förmchen drücken und im kühlen Raum aushärten lassen. Und glaubt mir, das dauert einige Stunden. Ich war zu ungeduldig, daher hatte ich viel Sprudelsand…. Confused smile 

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Leuchtender Herbst

Ah – wenn die Sonne scheint ist es immer noch soo schön! Auch bei Kühlschranktemperaturen, denn ich besitze genug wärmende Wollsachen.

Erstaunlich viel Laub hängt noch an den Bäumen, die Hagebutten leuchten und auch die Weißdornbeeren! Es waren an einem Strauch so unglaublich viele Beeren, dass ich nicht widerstehen konnte und sammeln musste. Das Ergebnis zeige ich demnächst, heute schauen wir nur Natur:

Hier hat man einen weiten Blick über das hügelige Land in Richtung Harz, ich liebe solch eine Fernsicht!

Baumbestandene Landschaft mit vielen bunten Blättern.

 

Blauer Himmel, grünes Land.

 Nun sind wir gespannt auf den Winter hier – möge er sich noch viel Zeit lassen.

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