Denn das muss hin und wieder einfach sein! Es ist ein Apfelmuskuchen. Wobei ich Apfelmark verwende, also ungesüßten Apfelbrei aus dem Glas. Die Basis dieses Kuchens ist ein 1-2-3-Mürbeteig. Die Menge kann man also beliebig an die Größe der Form anpassen. Ich wählte eine quadratische Silikonform „halbes Blech“. Vermutlich ist eine 28er Springform ähnlich groß, vielleicht etwas kleiner? Ich weiß es nicht. Ich mixe eine Teigmenge und hoffe dann, es reicht für die vorgesehene Form oder ich schaue erst mit dem fertigen Teig, wie groß die Form wohl sein dürfte. Habe ich zuviel Mürbeteig, so kann der im Kühlschrank oder Tiefkühler zwei Wochen oder zwei Monate warten.
Damit das Apfelmus nach dem backen nicht davon läuft, wird es mit Stärkemehl angedickt. Und ein wenig Gewürz kommt auch hinein. Ich wählte sowohl für den Teig wie auch die Apfelfüllung etwas Tonkazucker. Den mixe oder mahle ich selbst, bzw. erledigt das eine elektrische Kaffeemühle. Aber Zimt wäre ebenfalls fein. Vanille geht immer. Oder ein Spekulatiusgewürz oder eine Keksgewürzmischung. Wie immer: nur der eigene Geschmack zählt!

Lavendelhexes Apfelmuskuchen
Mürbeteig aus
- 150 g Zucker
- 300 g Butter oder Margarine
- 450 g Mehl
- 1 bis 2 TL Tonkazucker oder Vanillezucker oder 1 TL Zimt
Füllung
- 2 Gläser á 360 Gramm Apfelmark
- 2 EL Stärkemehl
- 2 TL Tonkazucker (oder anderen, siehe oben)
Teig zu dicken Streuseln kneten – ich nehme die Knethaken des Handmixers – und vielleicht kühlen. Bei mir stand der Teig über Nacht, weil ich wusste dass ich am nächsten Tag frischen Kuchen auf den Tisch stellen möchte. So war der Teig schon vorbereitet und das backen ging schneller. Normalerweise kühle ich meinen Mürbeteig aber nicht, sondern backe ihn sofort.
Für die Füllung alles in einer Schüssel mit einem Schneebesen zusammen rühren.
Knapp zwei Drittel des Teiges als Boden in die Form drücken, die angerührte Füllung darauf geben und den restlichen Teig in Streuseln darüber streuen.
Backen bei 170° C für etwa 40 Minuten.
Ich schaltete nach 20 Minuten die Unterhitze zu. Das ist die sogenannte Pizzastufe und ich liebe die für alle Arten von Teigboden mit Füllung. Sei es eine Quiche oder Pizza oder ein Käsekuchen. Und weil hier auch ein Boden mit Füllung in der Form ist, kam die Stufe hier ebenfalls zum Einsatz. Natürlich geht es auch ohne. Eventuell braucht der Kuchen dann ein paar Minuten länger. Aber das ist ja eh sehr individuell, weil jeder Herd anders heizt.
Vor dem servieren kann man noch ein wenig Puderzucker aufstreuen. Meistens vergesse ich das, aber dieses Mal habe ich tatsächlich daran gedacht.
Hier waren alle am Tisch angetan von diesem Kuchen und das ist immer ein Grund, so etwas auf dem Blog zu verewigen. ![]()
Und wie ihr seht hatten wir zwischen all den grauen Nebeltagen auch ein paar Stunden, in denen der Himmel sich erfreulich blau zeigte. Es lag noch genügend Schnee für die Langläufer und zwischen den Spuren war reichlich Platz für uns Spaziergänger. Es tat so gut, mal wieder in der Natur unterwegs zu sein!


Das hier bleibt: solange der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine andauert, verweise ich für Spendenwillige auf die “Aktion Deutschland hilft”: klick
