Mein Waldtuch

… ist schon seit ein paar Tagen fertig. Smile Der Projektname deutet auf den Einsatzzweck des leichten Wärmespenders hin: es soll mich bei Spaziergängen im kalten Herbstwald begleiten. Verstrickt wurde ein Knäuel Silkhair degradé von Lana Grossa – und es waren ganze drei Knoten in diesen 50 g (400 m)!! Zwei der Knoten unterbrachen den Farbverlauf, was besonders ärgerlich ist, Annoyed denn gerade der zarte Verlauf ist bei diesem Garn so schön. Dies ist mein 4. Knäuel dieses Garnes, die anderen drei waren fehlerlos.

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Aber zurück zum Tuch: es sollte schön breit und nicht allzu tief werden, so dass ich Hals und Schultern damit wärmen kann. Daher verteilte ich die Zunahmen wie folgt: in der Mitte jede 4. Reihe 2 Z und am Rand auf 4 Reihen jeweils 1 x 1 Z und 1 x 2 Z am Rand. Das sah dann so aus:

 1. Reihe: 2 RdM, U, *re*, U, 2 RdM

2. Reihe: alle M re, U verschr

3. Reihe: 2 RdM, reUre, re bis MM, U, 1 re, U,weiter re, reUre, 2 RdM

4. Reihe: 2 RdM, alle M re, U bei MM verschr, 2 RdM

MM – Mittelmasche/Maschenmarker, RdM – Randmaschen, U – Umschlag, verschr – verschränkt abstricken, damit kein Loch entsteht, reUre – aus einer Masche heraus stricken: 1 re, 1 U, 1 re d.h. man erhält 3 M aus einer. Diesen Umschlag strickte ich als Loch. Letztlich kann man das natürlich halten wie man möchte…. Das Tuch wurde so jedenfalls ca. 200 cm breit und 55 cm tief. In der vorletzten Reihe verdoppelte ich alle Maschen, eine letzte Reihe drüber und dann locker abgekettet.Tja, für die allerletzten 10 oder 20 Maschen reichte das Garn nicht mehr. Da dieses Tuch aber im Wald getragen wird, griff ich zu einem Rest Mohairgarn in grau. Laughing out loud 

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Und warum ein Tuch nur für den Wald? Nun, es kommt durchaus vor, dass bei unseren Spaziergängen ein gestricktes Teil an einem Strauch, einem Zweig oder Dornen hängen bleibt. Dem möchte ich nicht meinen liebsten Tücher aussetzen, sondern nur die zweitliebsten. Winking smile Zudem hatte dieses Knäuel mich zum Kauf verführt, weil lila enthalten ist – davon aber viel zu wenig, beige und braun überwiegen leider, somit kann es kein Lieblingstuch werden. Da ich aber gar zu gerne Mohair verstricke und auch im kühlen Herbstwald gewärmt werden möchte und mich nicht über Ziehfäden ärgern will, habe ich nun eben ein “Waldtuch”. Laughing out loud

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Achja, zweimal strickte ich kleine Muster ein: jeweils beim ersten Farbwechsel zu braun und lila. Ansonsten ist alles kraus rechts, weil es ein Nebenbei- und Beifahrerstrickzeug war. Für diesen Zweck ist nun wieder eine Decke aus Wollmeisenlace auf den Nadeln. Open-mouthed smile  Das ist wieder so ein Mammutprojekt, dass sich laaaange hin ziehen und mir beim ewigen “rechts in Runden” auf den Zeiger gehen wird. Aber –  ich kann winzige Muster verstreut einsetzen, habe ich mir überlegt. Da muss nix symmetrisch sein oder sonstwie ordentlich – wildes stricken, freies stricken werde ich mir erlauben. Rolling on the floor laughing

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Creme

…. wird natürlich auch immer wieder gerührt. Aber selten gezeigt. Hm, das schrieb ich schon öfter, glaube ich. Thinking smile Heute gibt es also mal wieder ein Bildchen mit Creme, Badeöl und Badepralinen und die Rezepte dazu.

Ein neuer Emulgator wurde eingekauft und dies ist der zweite Versuch damit. Die erste Pflege mit Simulgreen (Link zu einem Shop – ich bekomme nichts dafür, es geht mir und die Infos auf der Seite) zeigte ich gar nicht, weil ich sie nicht vertrug. Als Wirkstoffe hatte ich Glycinbetain, Niacinamid und Menthol gewählt. Und wer nun denkt: Menthol, kein Wunder dass sie das nicht vertrug, der irrt sich. Smile  In den letzten Monaten hatte ich bei diversen Spaziergängen einen kleinen Roll-on-Stift mit sehr viel Menthol (gelöst in Alk, dazu noch Lavendel und Pfefferminz ÄÖ) dabei und setzte den auch öfter ein – auch an Stirn und Schläfen, Nacken und Hals – und nichts passierte, keine Reakion. Sowohl Niacin als auch Betain hatte ich schon in meiner Gesichtspflege, ohne dass die Haut reagierte. Aber alles zusammen ging nicht. Es brauchte ein wenig Zeit, bis ich einen neuen Versuch mit diesem Emulgator wagte. Smile Ein leichtes Fluid ist es nun, keine “richtige” Creme, aber für den Spender prima geeignet. Simulgreen ist so leicht, dass ich die Pflege sogar auf den Handrücken vertrage. Unter Olivem 1000 beginnt die Haut zu schwitzen. Aber so etwas ist natürlich sehr individuell und außerdem: meine Handcreme bleibt eine W/O! Open-mouthed smile

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Die Rezepte:

Leichte Gesichtspflege

  • 2 g Simulgreen (zur Fettphase gegeben)
  • 2 g Squalan
  • 2,5 g Babassuöl
  • 2 g Avocadoöl, grün
  • 33 g Wasser
  • 4 g Glyzerin
  • 1 g Panthenol
  • 7 g Alkohol
  • 1 Msp. Xanthan transparent (in der Fettphase verrührt)

Badeöl:

  • 160 g Pflanzenöl
  • 8 g Dermofeel PP = 5 %
  • Duft nach Wahl – hier eine Mischung aus ÄÖen Lavendel, Rosmarin und Fichtennadel

Dermofeel im Öl schmelzen (ich bevorzuge dazu ein altes, sauberes Marmeladenglas im Wasserbad), vom Herd nehmen und den Duft zufügen. Evtl. vor Gebrauch schütteln. 1 – 2 EL pro Bad.


Badepralinen:

  • 40 g Kakaobutter
  • 20 g Sheabutter
  • 3 g Dermofeel PP
  • Duft nach Wahl – hier ÄÖe Sternanis und Fenchel

Fette und Emulgator bei sanfter Wärme schmelzen, vom Herd nehmen, Duft zufügen, in Silikonförmchen gießen und im Tiefkühler aushärten lassen. Je nach Größe nehme ich   1 – 2 Stück pro Bad. Diese Herzchen – es sind übrigens 9 Stück –  sind sehr klein, da dürfen schon mal zwei in die Wanne. In love

Und wie berechnet man die Duftmenge bei Badeprodukten? Ganz grob sagt man, dass  6 bis 10 Tr. äth. Öl pro Badewannenfüllung ausreichen. Wenn ich also 10 ml Öl (1 EL) pro Bad rechne, so dürfte ich theoretisch auf 100 ml Badeöl bis zu 100 Tropfen äth. Öl geben. Aber: nicht jedes Duftöl ist für diesen Zweck geeignet und nicht jedes darf man so hoch dosieren! Und da ich manchmal auch 2 El Badeöl verwende, bleibe ich natürlich bei 50 Tropfen Duft auf 100 ml Öl. Be right back

Gerade bei ätherischen Ölen kann man viel falsch machen. Immer wenn ich im Winter die vielen Zimt-Orange-Produkte sehe, graust es mir. Disappointed smile Denn beide ÄÖe können, besonders im heißen Badewasser, zu Hautreaktionen führen. Viele Informationen rund um ätherische Öle und mehr (ebenso Rezeptvorschläge)  findet ihr bei satureja.

Ich selbst verwende am liebsten ätherische Öle, man kann auch bestimmte Parfumöle einsetzen – sie müssen natürlich für die Verwendung in Kosmetik zugelassen sein, wenn “nur für die Raumbeduftung” drauf steht, sind sie es nicht – und ebenso Lebensmittelaromen. Wer einen “Dampfer” in der Familie hat, der seine Liquids selber zusammen stellt, hat  Zugang zu einer Unmenge an köstlichen Lebensmittelaromen. Winking smile

Und zur Entspannung jetzt noch ein paar Naturbilder Open-mouthed smile

Ist der Kleine nicht entzückend? Seit Wochen begegnen uns immer wieder kleine Fröschchen auf den Wegen.

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Jetzt ist Pilzsaison – bei diesem Anblick bekommt man doch fast Appetit. Wobei ich natürlich gar nicht weiß, ob diese Pilze überhaupt essbar sind. Aber wir nehmen ja auch keine aus dem Wald mit, alles bleibt stehen – kein Risiko. I don't know smile

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Und demnächst kann ich endlich wieder ein fertiges Strickteil zeigen. Open-mouthed smile

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Mal wieder Nandus

Es ist schon einige Tage her, dass wir diese Tiere erblickten. Sie befanden sich an einem Feldrand und futterten. Was mich wunderte: das Getreide war ja eigentlich schon abgeerntet, aber ein Streifen wurde stehen gelassen. Für wen? Etwa die Nandus? Nicht dass ich das nicht gut fände. Open-mouthed smile

Dieser guckt ein bisschen unwirsch, finde ich. Naja, wer lässt sich schon gerne beim essen stören…

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Es waren übrigens drei Nandus, die dort ihren Hunger stillten.

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Sie suchten fleißig –

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– und fanden auch!

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Hier mal ein Ausschnitt:

 

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Kraniche werden übrigens auch “vergrämt” und sind deswegen so scheu. Wilde Tiere, die sich auf Feldern aufhalten, und ernten wo sie nicht gesät haben, werden ja grundsätzlich als “Schädlinge” bezeichnet. Da macht es keinen Unterschied, ob sie ursprünglich hierzulande heimisch waren oder nicht. Ich möchte abschließend  nandu.info zitieren:

Ökologische Auswirkungen konnten bislang durch die Forschungen und das Monitoring jedoch nicht festgestellt. Daher sind Eingriffe in die Population rechtlich nicht begründbar.

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Ein Ausflug

… an einem – leider – sehr trüben Tag führte uns zum Kranorama. Wir wollten Kraniche sehen und wir sahen welche. Viele! Und Gänse – auch viele. Open-mouthed smile Heute gibt es also “nur” ein paar Vogelfotos. Smile  Die Auswahl fiel mir sehr schwer – leider war das Wetter nunmal mies und die Qualität der Bilder dementsprechend eben auch. Naja…. Alle Fotos lassen sich durch anklicken ein wenig vergrößern:

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Kraniche im Flug – für mich immer noch das allerschönste Motiv!  Sind es zwei, so wird es ein Paar sein, zu dritt ist es eine Familie: zwei Elternteile und ein Jungtier.

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Die Ranger im Kranorama erklärten uns viel – so auch, dass man die jungen Kraniche am noch nicht ganz durchgefärbten Gefieder und der fehlenden roten Stirnplatte erkennt. Hier unten auf dem Bild kann man das bei einigen Tieren sehen – bitte nicht mit den Gänsen verwechseln. Winking smile

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Wie unter dem Link zu lesen ist, werden die Kraniche auf einigen Wiesen gefüttert, damit sie sich nicht an der frischen Aussaat auf den Feldern vergehen und so die Landwirte gegen sich aufbringen. Die Gänse profitieren natürlich auch davon. Smile

Und natürlich flogen auch auch die Graugänse in Scharen ein und aus. Hier landen  gerade einige:

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Das Holzhaus auf dem Bild ist eine Fotohütte. Die kann man ab Oktober mieten. Die Bedingungen sollte man vorher aber sorgfältig studieren. Thinking smile Für mich ist das nichts…

Anschließend besuchten wir das Kranichzentrum und sahen dort einen interessanten Film über die Reise der Kraniche. Woher kommen sie  und wohin gehen- äh, fliegen sie? Und wo und wie ziehen sie die Jungen groß? 

Für mich selbst hatte unsere Fahrt noch einen Pluspunkt: viel Strickzeit. Smile So ist mein Waldtuch – so der Projekttitel – ordentlich gewachsen. Und als das Garn sich so stark verheddert hatte dass ich nicht mehr stricken konnte (Knäuel von innen abgestrickt, die äußeren Lagen verknoteten sich irgendwie) war meine Sitznachbarin so freundlich und geduldig und entwirrte alles wieder. Lieben Dank nochmal! Smile

Zum Abschluss eine Kranichfamilie:

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Wenn man

… im Garten steht, sie rufen hört, nach oben blickt und zufällig halbwegs schönes Wetter ist, dann sieht man dies:

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…. unterwegs ist bei schönem Wetter, die Rufe hört und nach oben schaut, kann man sie sehen:

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…..ganz viele Kraniche weit oben rufen hört, dann erblickt man sie:

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Sollte der Himmel zufällig wolkenlos sein, sieht es so aus:

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Und weil ich ganz viele Kraniche relativ nah sehen wollte, fuhren wir an einem verabredeten Tag zum Kranorama. Es war leider ein trüber, grauer Tag, aber davon dann morgen mehr…

Heute zeige ich lieber, was wir noch sahen, als wir unseren Spaziergang machten. Oben flogen, wie gezeigt, immer mal Kraniche, und unten sahen wir Frösche und/oder Kröten (ich habe keine Ahnung von diesen Tieren und auch nicht nach Bestimmungsseiten gesucht):

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