Wolle und Farben. Heute: Naturfarben

Färben macht Spaß und hat Suchtfaktor. Gestern war Indigo auf Sockenwolle dran. Gebeizt hatte ich mit Alaun, was bei Indigo unnötig ist, wie ich vermutlich auch vorher gelesen hatte… Nunja, also Indigo. Das ist ein höchst zickiger Farbstoff. Nicht wasserlöslich. Normalerweise wird eine sog. Küpenfärbung mit diversen – teilweise nicht einfach erhältlischen – chemischen Hilfsmitteln gemacht. Chemische Hilfsmittel brauchte ich natürlich auch, aber Zeug, dass überall problemlos erhältlich ist. Hier las ich darüber und kaufte deshalb schlichten Entfärber – der genausoviel Dingsda enthält wie der extra starke -, Waschsoda ist im Haus, ein Meßlöffel auch und echtes, natürliches Indigo besitzt die Seifensiederin auch (bitte nicht mit Indigotin von Behawe verwechseln, wie man damit Wolle färbt, weiß ich nicht).
Mein Topf fasst allerdings nur 3 l Wasser, trotzdem nahm ich die im Link angegebenen Mengen. Das war vermutlich etwas viel, denn ich mußte einige Male das blaue Wasser beim auswaschen wechseln. Aber erst einmal wird gefärbt. Die Lösung angesetzt, nasse Wolle rein, auf den Herd und langsam erzitzen. Das Indigo wird dabei grün, die Lösung stinkt faulig – aber das alles ist ok. Nach einer Stunde, in der ich die Temperatur bei 60 – 70° hielt (endlich kam mein Thermometer mal wieder zum Einsatz, für Cremes nehme ich es schon laaange nicht mehr) holte ich den Strang aus dem Färbebad und schaute fasziniert zu, wie das gelbgrün sich in blau verwandelte! Fotos davon gibts leider keine….
Abkühlen lassen, gut ausgewaschen, zum trocknen aufgehängt. Heute geknipst. Die Farbe ist auf dem kleinen Foto gut getroffen. Darunter steht meine Sonnenfärbung mit Alkanna. Nunja, die Sonne ist verschwunden, seit ich das Glas auf die Terrasse gestellt habe…. Alkanna in hochprozentigem Alkohol eingeweicht. In eine Teefiltertüte abgeseiht. Wolle, Wasser, Alaun ins Glas, Alk dazu und das Beutelchen oben drauf gelegt. Darf nun einige Wochen draußen stehen….
Und womit färbe ich heute? 8)

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