Flicken, stopfen, reparieren

… und das “sichtbar” – das ist “visible mending”. Früher hat man ja eher versucht, unsichtbar zu stopfen und zu flicken, wenn z.B. eine Strickjacke ein Loch hatte. Aber durch das weltweite Netz durfte ich lernen, dass man ruhig sehen kann wo etwas geflickt wurde.

Dass ich etwas auf oder um das Loch sticken kann – das weiß ich schon länger. Oder dass ich Häkelmotive aufbringen kann oder andere Applikationen. Aber es gibt noch viel mehr Möglichkeiten! Ich werde hier nun immer mal zeigen, wie meine geflickten Teile aussehen. Als Anregung für andere und weil auch das eine Form der Kreativität ist.

Mit einem (gekauften) Pullover fange ich an. Da entdeckte ich zwei, drei kleine Löcher! Und ich hatte gerade die Freude am freien sticken entdeckt. Also wollte ich sticken. Beim sticken auf Gestrick ist es wichtig, eine Nadel mit runder Spitze zu verwenden – also eine Sticknadel wie man sie auch beim vernähen der Endfäden bei gestrickten Tüchern oder auch für Stramin u.ä. grobe Gewebe nimmt. Eine Nadel die vorne spitz ist, würde durch die Fäden stechen, aber ich will keinen Faden schwächen, sondern zwischen zwei Fäden – also durch die Maschen – gehen.

Dann wühlte ich in meiner Restekiste nach passender Wolle. Der Pullover wird immer im Wollwaschgang der Waschmaschine gewaschen, so dass ich die freie Wahl hatte. Nicht jedes Garn kann im normalen Waschgang mitlaufen, aber in der Wollwäsche bei 30° wasche ich wirklich alle meine gestrickten Sachen, ob gekauft (wie dieser Pullover) oder selbst hergestellt.

Und danach musste ich mir nur noch ein Muster überlegen. Dazu kann man sich natürlich im Netz oder in Büchern Inspiration holen. Da ich gerne den Margeritenstich (Lazy Daisy auf englisch) sticke, wählte ich diesen und stickte einfach drauf los. Tatsächlich trug ich den Pullover dann auch wieder, aber so ganz zufrieden war ich nicht. Erst ein Jahr später ergänzte ich die Stickerei noch einmal im selben Stil und bin nun zufrieden. Vorerst jedenfalls. Es muss also nicht gleich “perfekt” sein, manches braucht eben etwas mehr Zeit. Und so sieht der Pullover jetzt aus:

Im Herbst wird er wieder getragen und dann entscheide ich, ob ich vielleicht noch am Bündchen oder den Ärmeln ein paar Stiche mache oder ob mir das so reicht.

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