Der Hals braucht es warm

Naja, bei dem herrlichen Sommerwetter derzeit natürlich nicht. Aber – der nächste Winter kommt bestimmt, wir werden alle sehr sparsam heizen und daher sind warme Wollsachen spätestens dann hoch willkommen.

Nun habe ich ja eigentlich genügend Wärmendes. Seit über 10 Jahren stricke ich wieder und da sammelt sich doch einiges an. Aber es macht so viel Spaß und Wolle ist ausreichend im Haus – also ran an die Nadeln!

Da lag dieses herrlich flauschige “Fake Fur” (Falsches Fell ) aus purem Erdöl, also Polyester. So etwas – Plastik – wird heutzutage mit dem Begriff “vegan” veredelt. Kann man machen. Ist ja auch nicht falsch – es ist wirklich ohne Tier. Aber Kunststoffe verursachen auch wieder Probleme. Es ist nicht einfach.

Egal, ich hatte nicht widerstehen können und ein Knäuel des sehr dicken Pelzgarnes gekauft. Und wollte es nun dringend verarbeiten. Also durchstöberte ich Ravelry (Link führt dorthin) -ich liebe diese Datenbank mit den zig Möglichkeiten zu filtern!- auf der Suche nach Inspiration. Und wurde fündig.

Zu dem Kunstpelz legte ich noch einige Restknäule diverser schwarzer Wollgarne, suchte eine passende Rundstricknadel aus und legte los. Damit der Unterschied zwischen dem sehr dicken Pelzgarn und den viel feineren Wollfäden nicht so groß ist, entschloss ich mich dreifädig zu stricken.

Zwei Fäden von der glatten Wollmeise Lace und ein Faden kuscheliges Cashmere Garzato. Mit Nadelstärke 3,5 mm (ich stricke seeehr locker!) und den drei Fäden schlug ich 55 Maschen an und schloss sie zur Runde.

Nun wie folgt: *10 Runden rechte Maschen, wenden (wie für verkürzte Reihen), dann 3 Runden rechte Maschen, jetzt folgen 3 Runden mit dem Flauschgarn, wieder 3 Runden rechte Maschen dreifädig, wieder wenden und ab* noch fünf mal wiederholt, so dass 6 Flauschrippen entstanden.

Dann passte der kleine Schlauch um meinen Hals und ich konnte abketten. Die Pelzgarnfäden habe ich innen verknotet – ein Fall für die Strickpolizei – die anderen Fäden führte ich immer auf der Innenseite mit. Anschlag- und Abkettrand nähte ich zusammen. In dem ganzen Schwarz fällt das kaum auf. Die elegante Lösung wäre natürlich ein provisorischer Anschlag, der dann im Maschenstich mit den Maschen der letzten Runde zusammen genäht wird. Habe ich auch schon mal gemacht, das ist sehr unauffällig. Hier aber nicht notwendig. Und komplizierter ist für mich der Maschenstich. Wenn es möglich ist, bevorzuge ich die einfachste Variante.

Warm, kuschelig, weich, flauschig – das alles beschreibt diesen Cowl perfekt. Ein Tragefoto gibt es am Schäfchen. Das hat sich nicht beschwert über die zusätzliche Wärme.

Verwendete Garne:

  • Wollmeise Lace, 100% Wolle, LL 525 m/ 100 g
  • Cashmere Garzato von Lang Yarns, 48% Kaschmir, 34% Baumwolle, 18% Wolle, LL 170 m/25 g
  • Creative Petit Lapin Super Chunky von Rico Design, 100% Polyester, LL 60 m/100 g

Und immer wieder: solange dieser grauenhafte Krieg gegen die Ukraine andauert, verweise ich für Spendenwillige auf die “Aktion Deutschland hilft”: klick

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