Welt in Schwarz-Weiß

Es ist Schneezeit! Hier jedenfalls ist alles hübsch Weiß geworden in der letzten Nacht und die Welt sieht hell und freundlich aus. Noch vor ein paar Tagen war das anders, da gab es nur wenige weiße Flecken auf grau-braunem Grund. Aber weiter oben im Harz ist es kälter, dort kann man eher eine Schneedecke erwarten.

Vielleicht wisst ihr es: seit drei Jahren wohne ich hier auf etwas über 300 m Höhe am Rand dieses Mittelgebirges und so ab 600 m wirds dann schneereicher – sofern halt überhaupt mal Schnee fällt.

Am Anfang der vergangenen Woche hatte ich spontan die Möglichkeit für eine kleine, kurze Spritztour mit dem Auto und der Kamera in die höheren Lagen. Ich wollte mal schauen, wie die Welt dort aussieht.

In den vergangenen zwei Jahren wurde unheimlich viel Fichtenwald abgeholzt. Viele Bäume waren schon tot – Borkenkäfer und Trockenheit sind für die Fichten eine tödliche Kombination gewesen – andere sahen noch grün aus. Aber ich gehe davon aus, dass die Förster*innen schon wissen, warum auch diese gefällt werden mussten.

Das führt jedenfalls dazu, dass ich immer genügend Fichtengrün für meine Weihnachtsdeko finde. Es liegt so viel herum, denn nur die Stämme werden verarbeitet. Der Rest bleibt einfach liegen. Bisher hatte ich auch jedes Jahr das Glück, das ich im Dezember relativ frisch gefällte Bäume, bzw. die Überreste, fand.

So, das aber nur nebenbei. Hier bei uns lag also nur ganz wenig Schnee und wie ihr seht, war es weiter den Berg hinan schon eine geschlossene Schneedecke. Ich lief ein Stück den Weg vom Parkplatz hinauf bis zu den Fichten.

Dort wurden übrigens eine Menge Bäume neu gepflanzt, es stand ein Schild dazu am Wegesrand. Auf dem Rückweg zum Auto guckte ich dann mal genauer auf die Wanderwegweiser. Huch, das ist die “Waldstraße”, hier war ich schon öfter! Habe ich aber gar nicht erkannt, weil die Welt in Weiß so anders aussieht und ich sonst zu Fuß unterwegs war und von einer anderen Seite kam.

Da oben hängen die Wolken tief, alles ist in den feuchten Dunst gehüllt und wenn dann der Frost kommt, gefriert es an den Zweigen. Das sieht zauberhaft aus, aber die Äste werden sehr schwer und manch einer bricht unter der Last.

Nun ist aber die Rodelsaison eröffnet, es sind sicherlich viele Touristen unterwegs und ich bleibe jetzt hier unten und kann die weiße Pracht vor meiner Haustür bewundern.

Und es gilt immer noch: solange der grauenhafte Krieg gegen die Ukraine andauert, verweise ich für Spendenwillige auf die “Aktion Deutschland hilft”: klick

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