Kreativprojekt Nummer Dreiundzwanzig


Ein Jahr lang zeige ich jeden Donnerstag ein Kreativprojekt – mal gemixt, mal gekocht, mal gestrickt und noch viel mehr. Ende ist im November 2019.

Natürlich darf meine heiß geliebte Handcreme in dieser Reihe nicht fehlen, wenn ich sie auch schon öfter zeigte und das Rezept immer nur wenig variiert. Ich gebe keine Ersatzzutaten an (statt Wasser kann man Hydrolat nehmen etc.), weil ich einfach nur mein Rezept teile. Abwandlungen sind immer möglich: andere Öle und Fette, Wachssorten etc. Wie immer gilt: bei Fragen einfach fragen.

Dieses Mal enthält meine Creme folgende Zutaten (100 % = 100 g):

Wasserphase – 72 %

  • 59,5 g Wasser
  • 0,5 g Magnesiumsulfat (Bittersalz)
  • 3 g Glyzerin
  • 8 g Alkohol (96 %)

Fettphase – 28 %

  • 5 g Polyglyceryl-3 Polyricinoleate (PGPR)
  • 2 g Kakaobutter
  • 2 g Bienenwachs
  • 2 g Kokosöl
  • 7 g Wollwachs (wasserfreies Lanolin)
  • 3 g Squalan
  • 5 g Shea nilotica
  • 3 g Avocadoöl, grün

Duft nach Wahl – bei mir immer ätherische Öle – z.B. 20 Tr. Lavendelöl.

Das rühren solch einer Wasser-in-Öl-Creme ist ein wenig anders als bei den üblichen Öl-in-Wasser-Emulsionen.

Für die Wasserphase wird das Wasser abgekocht und das Magnesiumsulfat darin gelöst und auch das Glyzerin schon mit erhitzt. Nebenher werden alle Zutaten der Fettphase in einem Glas zusammen erwärmt bis alles geschmolzen ist – je nach Wachssorte dauert das länger oder geht schneller.

Wenn beide Phasen heiß sind – ich nutze dafür kein Thermometer mehr, es ist aber sinnvoll –  wird der Alkohol zum Wasser gegeben. Nun schluckweise die Wasserphase zum Fett geben, immer gut verrühren, dann den nächsten Schluck. Das kann man mit der Hand und einem Spatel oder Glasrührstab machen. Ist alles Wasser verarbeitet, greife ich zum Handmixer (mit einem eingesetzten Knethaken) und rühre auf kleinster Stufe einige Minuten lang, bis die Creme nur noch lauwarm ist. Dann lasse ich sie stehen, nach dem vollständigen abkühlen mixe ich noch die ätherischen Öle drunter und fülle ab.

Dass man alle Gerätschaften desinfiziert und auch die Arbeitsplatte und die Hände sehr rein sind, ist Grundwissen dass ich voraus setze. Denn einen Rührkurs biete ich hier nicht an, dazu bitte bei Heike auf Olionatura  nachlesen.

Ohne diese Handcreme überstehe ich die kalte Jahreszeit nicht mehr. 🙂 Und auch jetzt, wo es doch schon so mild ist, brauche ich sie noch. Daher kann ich auch gleich 100 g rühren, das sind zwei Tiegel. Einer wartet – nicht im Kühlschrank! – einer wird benutzt. Saubere Entnahme ist wichtig, noch besser natürlich ein Pumpspender o.ä.. Dabei hat man dann wieder Plastikmüll produziert, deswegen nehme ich die hier nicht. Eine W/O verkeimt nicht so schnell, also bleibe ich bei Cremetöpfchen für meine Handcreme.

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