Kekszeit!

Nun beginnt wieder die Jahreszeit, die dazu einlädt sich mit einem feinen Heißgetränk und Keksen in warme Wollsachen zu kuscheln. Zum Glück habe ich genügend gestrickte Tücher und Pulswärmer. Ob Milchkaffee (besonders lecker mit einer Prise Kardamom) oder Kakao (gerne mit einem Hauch Zimt verfeinert) oder Tee (vielleicht mit Gewürzen – ich liiiebe Gewürztee!) – alles passt zu diesen kleinen Leckereien.

Das ist ein einfacher Mürbeteig, zu einer Rolle geformt, in die Mitte wird eine Rille gedrückt und mit Marmelade gefüllt. Nach dem backen dann noch mit Schokolade dekorieren. Einfach und fein! Und man erspart sich das Gefummel beim füllen einzelner Kekse. Noch dazu ist das Rezept vegan und palmölfrei, falls das für jemanden relevant ist. Wobei sich das eh leicht anpassen lässt. Eine gute palmölfreie Margarine als Ersatz für Butter geht immer.

Ich habe hier auf mein uralt-bewährtes 1-2-3 Rezept zurück gegriffen. Das ist: 1 Teil Zucker, 2 Teile Butter/Margarine, 3 Teile Mehl. Mir reicht die Süße vollkommen, besonders weil hier ja noch (ebenfalls gesüßte) Marmelade ergänzt wird.

Aber ich sehe heutzutage viele Rezepte in denen mehr Zucker genommen wird: 2-2-3 (also genausoviel Zucker wie Fett) finde ich häufig. Das ist zum großen Teil einfach Gewohnheit: wer oft Fertigsachen zu sich nimmt, wird dadurch automatisch an größere Zuckermengen gewöhnt. Letztlich ist es wie immer Geschmacksache, wieviel Zucker man im Essen haben will. Wobei es grundsätzlich nicht schadet, wenn man die Menge reduziert….

Das Rezept:

  • 100 g Zucker
  • 200 g Margarine (oder Butter, ganz nach Vorliebe)
  • 300 g Mehl (Weizen oder Dinkel, wie jede*r mag)
  • etwas Vanille – gemahlen, Extrakt, Paste, -zucker (was auch immer)
  • optional 1/2 TL Backpulver (meist nehme ich keines hierfür, aber manchmal eben doch)
  • zusätzlich nach Belieben
  • 20 g Schokolade oder Kuvertüre für die Deko

Einfach alles (bis auf die Schoki) zu einem Teig verkneten. Ob mit der Hand oder einer Maschine ist egal. Zu zwei bis drei Rollen formen – die sollten von der Länge her auf das Backblech passen – und im Kühlschrank 30 – 60 min ruhen lassen. Dann auf das Blech legen, breit drücken und eine Rille formen. Mit beliebiger Marmelade füllen (hier: Pflaume-Nektarine aus eigener Herstellung).

Bei 170° C Umluft für ca. 20 min backen. Da muss man natürlich ein bisschen aufpassen, zumal jeder Herd ein Eigenleben führt. Nach dem abkühlen mit ein wenig geschmolzener Kuvertüre oder Schokolade dekorieren. Man braucht wirklich erstaunlich wenig Schoki für die feinen Streifen. Aber was noch im Schälchen war, habe ich einfach ausgelöffelt. Nachdem die Schokolade fest ist, die Keksrolle in Stücke schneiden und genießen.

Wenn man mehr Abwechslung auf dem Plätzchenteller will, kann man auch nur eine Teigrolle füllen. Die andere in Scheiben schneiden oder ausrollen und ausstechen/-radeln. Vielleicht vorher aromatisieren mit Kakao/Gewürzen/Mandelaroma etc. Dann braucht es evtl. noch ein klein wenig Flüssigkeit wie Milch, Wasser oder Rum. Wer hier schon länger liest, weiß es vielleicht noch: für mich ist dieser Teig eine Basis, um mehrere Sorten auf einmal zu backen.

Und natürlich kann man mit diesem Basismürbeteig auch einen Crumble backen – also Früchte in eine gefettete (Glas)Form geben, evtl. mit (Zimt)Zucker bestreuen, und den Teig nicht so lange kneten, sondern nur bis es schöne Streusel sind und die dann über dem Obst verteilen. Etwas Kardamom macht sich für mich auch immer gut – ob in Plätzchen oder Streuseln.

Noch eine Idee: Teig zu Streuseln kneten, 2/3 davon in eine Backform geben und festdrücken, als Boden. Darauf entweder Obst oder Marmelade oder Apfelmus oder eine Käsekuchenfüllung aus Quark, Frischkäse o.ä. geben und die restlichen Streusel darüber verteilen. Ich backe solche gefüllten Kuchen auf der Pizzastufe: Unterhitze plus Umluft.

Soo viele Möglichkeiten – da möchte ich doch am liebsten sofort wieder in die Küche eilen und weiter backen!

Langsam verfärben sich die Wälder. Aber der verregnete Sommer hat den Bäumen richtig gut getan!

Denn immer noch leuchten viele grüne Blätter in der Herbstsonne.

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