Es ist Kuchenzeit.

Jedenfalls glaube ich, dass ich im Herbst und Winter öfter einen Kuchen backe – und auch poste. Zwinkerndes Smiley  Ein neues Rezept probierte ich aus. Möhrenkuchen. Nun gibt es natürlich zig Möhrenkuchenrezepte und gebacken habe ich so etwas auch schon mal. Hat mich allerdings nie begeistert. Aber diesen fand ich besonders, weil sehr viel Gewürz in den Teig kommt. Und er bekommt ein sog. “Frosting”, eine Art Cremeguss, obenauf. Das lässt mich auf einen amerikanischen Ursprung schließen. Gefunden habe ich das Rezept aber in einem Strickbuch von Tine Solheim. Smiley mit geöffnetem Mund Wobei der Ausdruck “Strickbuch” nicht ganz korrekt ist, denn es wird auch gehäkelt – meistens beides in Kombination. Wer – wie ich – ein Problem damit hat verschiedene Wollarten, Garne und Farben zu kombinieren wird in Tine Solheims Büchern fündig. Laut lachen Danach fühlte ich mich jedenfalls ermutigt, selber wild zu kombinieren. Ok, das wild streichen wir, das ist einfach nicht meins. Bin gleich zurück

Aber zurück zum Kuchen. Das Rezept habe ich abgewandelt und nur meine kleine Variation stelle ich vor. Klein? Ja, denn im Original werden 6 Eier und entsprechend mehr Zucker, Mehl etc. verwendet. Da ich aber nur für zwei Personen backe – keine Gäste an diesem Wochenende, eigentlich schade – reicht ein kleiner Kuchen. An den Gewürzen habe ich auch “gedreht”, denn es sind Einzelgewürze angegeben und ich nahm meine Gewürzmischung.

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Für einen Möhrenkuchen müssen die Möhren fein gerieben werden, was wiederum den Einsatz der Küchenmaschine erforderlich machte. Und deswegen habe ich auch den Teig darin gerührt. Ich erwähne das nur, weil ich aus eben diesem Grund einen recht flüssigen Teig rührte und noch einen Schluck Wasser zufügte. Mit dem Handmixer wäre es vermutlich nicht notwendig gewesen. Meine Küchenmaschine kaufte ich ja in erster Linie um Gemüse damit zu zerkleinern. Da sie aber mehr kann, probiere ich hin und wieder aus, was und wie gut es geht. Sahne und Eischnee schlagen finde ich mit der Emulgierscheibe einfach nicht optimal. Hier habe ich das trotzdem gemacht, denn ich wollte ja nicht noch ein Gerät benutzen. Smiley Und der Teig hätte vermutlich nicht gar so fließend sein müssen. Na, ich lerne ja noch. Zwinkerndes Smiley

Und nun endlich das Rezept, wie ich es rührte. Für das Original müsst ihr in das Buch schauen:

  • 2 Eiweiß zu Schnee schlagen
  • 2 große Möhren schälen und raspeln. Dann
  • 2 Eigelb,
  • 100 g Zucker (davon 15 g Vanillezucker),
  • 110 g Mehl,
  • 90 ml Pflanzenöl, z.B. sog. Bratöl 
  • 1 geh. TL Backpulver,
  • 1 geh. TL Lebkuchengewürz und
  • 1/2 TL gem. Vanille (selbst gemacht).
  • Alles zu einem Teig verrühren, bei Bedarf noch ein wenig Flüssigkeit zugeben. Dann die Möhrenraspel einrühren und zum Schluss den Eischnee unterziehen.

In der eckigen Springform bei 180° Umluft für ca. 30 min gebacken. Stäbchenprobe war trocken. Der Kuchen ist aber sehr feucht-saftig durch die vielen Möhren.

Einen Guss gerührt aus 100 g Frischkäse, 10 g Butter und 50 g Puderzucker. Weil das sehr langweilig schmeckte, gab ich noch etwas gemahlene Vanille dazu. Und 1 TL Sahnestandmittel, weil der Guss eher flüssig war – was angeblich passiert, wenn man zu wenig Zucker nimmt. Aber so genügt mir das vollkommen. Und Geschmack hat Vorrang vor den Fließeigenschaften. Die kann ich nämlich korrigieren – was geschmacklich verhunzt ist, kann ich nicht mehr ändern. Vor Lachen auf dem Boden wälzen

Das “Frosting” auf dem Kuchen verteilt und mit zerdrückten Walnüssen bestreut. Dazu gab ich die geschälten Walnusskerne in einen Gefrierbeutel und schlug mit einem mit dem Deckel verschlossenen leeren Marmeladenglas die Nüsse klein. Verliebt Das geht prima, aber man kann natürlich auch ein Nudelholz o.ä. nehmen. Walnusskerne sind weich, wer mag kann die sogar mit den Händen zerdrücken.

Und jetzt noch ein Blick auf ein Strickteil “in progress”. Verspotten Das wird ein Pulswärmer für mich; genau genommen werden es natürlich zwei, aber dies ist eben der erste des Paares. Und weil ich den in Runden stricke, brauche ich ja einen Maschenmarker, der mir anzeigt wann eine Runde beendet ist. Verliebt Und da ich noch einige von den entzückenden Perlen habe, bastelte ich mir rasch einen – mit kleinen Perlchen, die farblich genau zum Gestrick passen. Engel  Die Pulswärmer entstehen wieder mal ohne Anleitung: ich hole mir Inspiration, u.a. auf Ravelry und in Strickmusterbüchern, und dann stricke ich einfach drauflos. Smiley

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